Intravitreale Injektion (IVOM)

Bestimmte Netzhauterkrankungen lassen sich nicht mit Augentropfen oder Tabletten wirksam behandeln. Der Wirkstoff muss direkt dorthin gelangen, wo er gebraucht wird: in den Glaskörper des Auges. Die intravitreale Injektion (IVOM) ist heute eine der wirksamsten Therapieformen bei Makulaerkrankungen.

Im Lux Augenzentrum in Zürich-Opfikon führen wir IVOM-Behandlungen in unserem eigenen OP-Saal durch. Die Behandlung ist praktisch schmerzfrei, ambulant und dauert nur wenige Minuten.

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IVOM in Zürich

Intravitreale Injektion in Zürich – Behandlung im Lux Augenzentrum

Die Diagnose einer feuchten Makuladegeneration oder eines Makulaödems ist für viele Betroffene zunächst ein Schock. Allerdings hat die Medizin in den vergangenen Jahren grosse Fortschritte gemacht: Regelmässige IVOM-Behandlungen können das Sehvermögen stabilisieren oder in vielen Fällen sogar verbessern.

Wir lassen Sie mit Ihrer Diagnose nicht allein. Das Team des Lux Augenzentrums steht Ihnen von der Erstuntersuchung bis zur Nachsorge kompetent zur Seite – persönlich und in einer vertrauten Umgebung.

Damit sich die Therapie optimal in Ihren Alltag integriert, halten wir auch samstags Termine für Sie bereit. Selbstverständlich rechnen wir unsere Leistungen mit allen Schweizer Krankenkassen ab.

In Notfällen sind wir auch außerhalb unserer Öffnungszeiten erreichbar.

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Was sind intravitreale Injektionen?

Der Begriff „intravitreal“ bedeutet „in den Glaskörper“. Bei einer intravitrealen Injektion wird demnach ein Medikament mit einer sehr feinen Nadel, nahezu so dünn wie ein Haar, direkt in das Innere des Augapfels eingebracht.

Warum ist dieser direkte Weg notwendig? Wirkstoffe in Form von Tabletten oder Augentropfen erreichen die Netzhaut schlichtweg nicht in der erforderlichen Konzentration. Um dort eine Wirkung zu erzielen, müssten Tabletten so hoch dosiert werden, dass sie den gesamten Körper unnötig belasten würden.

Die gezielte Injektion hingegen bringt das Medikament direkt an den Einsatzort. Dank einer lokalen Betäubung ist dieser kurze Eingriff für die meisten Patienten praktisch schmerzfrei.

Therapiedauer und Anwendungszyklus

Die IVOM-Behandlung ist in den meisten Fällen keine einmalige Massnahme, sondern eine langfristige Therapie. Die Anfangsphase umfasst häufig drei Injektionen im Abstand von vier Wochen. Danach wird das Intervall individuell angepasst. Je nach Krankheitsverlauf und Ansprechen auf das Medikament.

Wie oft eine Behandlung notwendig ist, hängt ganz individuell von Ihrem Krankheitsverlauf ab. Erfahrungsgemäß erhalten Patienten im Durchschnitt etwa sieben Injektionen pro Jahr. Während bei einigen Patienten bereits wenige Termine ausreichen, benötigen andere monatliche Therapien. In manchen Fällen begleitet uns diese Therapie über einen längeren Zeitraum von mehreren Jahren.

Wann ist eine intravitreale Injektion notwendig?

Nicht jede Veränderung an der Netzhaut erfordert sofort eine IVOM-Behandlung. Die Indikation stellen wir auf Basis einer umfassenden Untersuchung, die eine OCT-Aufnahme der Netzhaut einschliesst.
Eine Behandlung wird empfohlen, wenn:

Wie hoch sind die Erfolgschancen?

Das Ziel der IVOM-Behandlung ist in erster Linie die Stabilisierung des Sehvermögens. Bei vielen Patienten lässt sich mit regelmässiger Therapie sogar eine Verbesserung erreichen.

Die Erfolgsaussichten hängen von der Grunderkrankung, dem Zeitpunkt des Behandlungsbeginns und der individuellen Reaktion auf das Medikament ab. Eine unbehandelte feuchte AMD führt ohne Therapie fast immer zu erheblichem Sehverlust. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis der intravitrealen Injektion ist dabei klar positiv.

Keine Angst vor der Spritze ins Auge

Viele Patienten haben verständlicherweise einen gewissen Respekt davor, eine Spritze ins Auge zu bekommen. Diese Reaktion ist völlig normal. Die Durchführung ist allerdings wesentlich unaufregender, als Sie es sich im Vorfeld ausmalen. Das Auge wird vor dem Eingriff gründlich betäubt, sodass Sie die Nadel weder sehen noch spüren werden.

Wir nehmen uns vor jeder Behandlung Zeit für Ihre Fragen und bereiten Sie Schritt für Schritt auf den Eingriff vor.

Bei welchen Erkrankungen werden intravitreale Injektionen eingesetzt?

IVOM-Behandlungen kommen vor allem bei Erkrankungen zum Einsatz, die mit krankhaftem Gefässwachstum oder Flüssigkeitsansammlungen in der Netzhaut verbunden sind. Die häufigsten Indikationen sind:

  • Feuchte altersbedingte Makuladegeneration (AMD): Abnormale Blutgefässe wachsen unter die Makula und verursachen Flüssigkeitseinlagerungen. Ohne Behandlung verschlechtert sich das Sehvermögen rasch.
  • Diabetisches Makulaödem (DME): Bei Diabetes mellitus können Gefässveränderungen in der Netzhaut zu Schwellungen im Bereich der Makula führen.
  • Netzhautvenenverschluss: Ein Verschluss der Netzhautvene führt zum Austritt von Flüssigkeiten und zu Blutungen. Dadurch entsteht ein Makulaödem, das das zentrale Sehen beeinträchtigt.
  • Feuchte Makuladegeneration bei starker Kurzsichtigkeit (degenerative Myopie): Auch bei hochgradiger Kurzsichtigkeit können krankhafte Gefässveränderungen unter der Makula entstehen, die eine IVOM-Behandlung erfordern.
  • Uveitis (Augenentzündung im hinteren Augenabschnitt): Entzündliche Veränderungen können ebenfalls zu einem Makulaödem führen. Hier kommen häufig Kortison-Präparate zum Einsatz, die gezielt im Auge wirken, ohne systemische Nebenwirkungen zu verursachen.
  • Makulaödeme anderer Ursachen: Schwellungen der Makula können auch nach Operationen oder bei anderen Grunderkrankungen auftreten.

In all diesen Fällen gilt: Je früher die Behandlung beginnt, desto besser lassen sich bleibende Schäden am Sehvermögen verhindern.

Was sind VEGF-Hemmer?

Im menschlichen Körper fördert ein Botenstoff namens VEGF (vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor) die Bildung neuer Blutgefässe. Im Krankheitsfall regt er das unkontrollierte Wachstum minderwertiger Gefässe an, die Flüssigkeit in die Netzhaut abgeben und so das Sehvermögen schädigen.

VEGF-Hemmer (Anti-VEGF-Präparate) blockieren diesen Botenstoff gezielt. Das Gefässwachstum wird gebremst, vorhandene Schwellungen können sich zurückbilden.

Seit ihrer Einführung vor rund 20 Jahren haben VEGF-Hemmer die Behandlung von Makulaerkrankungen grundlegend verändert: Erkrankungen, die früher kaum therapierbar waren, lassen sich heute wirkungsvoll kontrollieren.

Welche Wirkstoffe kommen zum Einsatz?

In der Schweiz werden zugelassene Anti-VEGF-Präparate wie Ranibizumab und Aflibercept eingesetzt. In bestimmten Fällen kommen auch neuere Wirkstoffe zum Einsatz. Welches Präparat für Sie geeignet ist, besprechen wir individuell in der Sprechstunde. Die Kosten werden bei entsprechender Indikation von den Schweizer Krankenkassen übernommen.

Neben VEGF-Hemmern kann bei bestimmten Erkrankungen auch Kortison intravitreal verabreicht werden.

Ablauf der Behandlung

Eine intravitreale Injektion ist für viele Patienten zunächst mit Unsicherheit verbunden. Die Vorstellung, eine Spritze ins Auge zu erhalten, klingt belastender als der Eingriff tatsächlich ist. In der Praxis dauert die Behandlung selbst nur wenige Minuten, ist praktisch schmerzfrei und erfordert keinen stationären Aufenthalt.

  • Erstuntersuchung und Diagnose

    Wir untersuchen Ihre Netzhaut mit modernster Diagnostik, darunter OCT und Angio-OCT. Auf dieser Grundlage stellen wir die Indikation und erklären Ihnen den geplanten Behandlungsablauf.

  • Aufklärungsgespräch

    Vor der ersten Injektion besprechen wir mit Ihnen den Wirkstoff, den geplanten Therapieplan, mögliche Risiken und die Nachsorge. Sie erhalten alle notwendigen Unterlagen und haben ausreichend Zeit für Ihre Fragen.

  • Der Eingriff

    Die Behandlung findet in unserem praxiseigenen OP-Saal unter höchststerilen Bedingungen statt. Das Auge wird zunächst mit Augentropfen betäubt und desinfiziert. Anschliessend wird das Gesicht mit einem sterilen Tuch abgedeckt, sodass keine Keime in den Eingriffsbereich gelangen können. Ein Lidspreizer hält das Augenlid während der Injektion offen. Anschliessend injiziert unser Augenarzt das Medikament mit einer sehr feinen Nadel in den Glaskörper. Der Eingriff selbst dauert nur wenige Minuten. Das Auge wird vor dem Eingriff gründlich betäubt, sodass Sie die Nadel weder sehen noch spüren werden.

  • Verlaufskontrolle und weiteres Vorgehen

    Vier Wochen nach der Injektion – beziehungsweise nach der letzten Injektion einer Anfangsphase – führen wir eine ausführliche Untersuchung durch. Sie bildet die Grundlage für das weitere Therapieintervall.

  • Einfache Abrechnung

    Wir übernehmen für Sie die Abrechnung mit allen Schweizer Krankenkassen.

Die richtige Vorbereitung

Vorbereitung auf die Behandlung

Die intravitreale Injektion erfordert keine aufwändige Vorbereitung. Folgende Punkte sind dennoch wichtig:

Nachsorge

Die Zeit nach der Injektion

Direkt nach dem Eingriff kann es zu einer leichten Reizung des Auges kommen. Tränenfluss, leichtes Jucken oder ein Fremdkörpergefühl sind normal.

Die Beschwerden klingen in der Regel innerhalb von 24 Stunden von selbst ab. Gelegentlich sind kleine schwarze Punkte oder Schlieren im Blickfeld sichtbar; auch dies ist kurzfristig und harmlos.

Worauf Sie in den Tagen nach der Injektion achten sollten:

Wenden Sie sich bitte sofort an uns, wenn es zu einem raschen, deutlichen Sehverlust kommt, wenn Sie vermehrt schwarze Flecken sehen oder wenn Ihre Schmerzen zunehmen. Diese Zeichen können auf eine seltene Komplikation hinweisen, die umgehend behandelt werden muss.

Unser moderner OP-Saal in Zürich

Für Ihre IVOM-Behandlung nutzen wir in Zürich Opfikon eine Infrastruktur auf Klinikniveau. Unser Operationssaal ist exakt auf die Anforderungen der modernen Netzhauttherapie zugeschnitten. Dank modernster Instrumente und spezialisierter Mikroskope erfolgt die Medikamentengabe in den Glaskörper unter strengsten Reinraumbedingungen.

Unsere Augenchirurgen

Hinter dem Lux Augenzentrum steht ein Team aus hochqualifizierten Augenärzten und Chirurgen. Unser gesamtes Praxisteam begleitet Sie mit Einfühlungsvermögen und Erfahrung. Lernen Sie unser Praxisteam kennen.

Augenarzt

Dr. med. (H) Peter Raak

Spezialist für Ophthalmochirurgie

Dr. med. (H) Peter Raak

Dr. Peter Raak ist ein erfahrener Augenchirurg mit über 2.000 Operationen pro Jahr. Seine Schwerpunkte sind die Kataraktchirurgie (Grauer Star), Netzhautchirurgie sowie die Behandlung von AMD, diabetischer Retinopathie und Glaukom.

Er ist Gastdozent an der FHNW und Mitglied in führenden Fachgesellschaften wie FMH, FEBO, ESCRS, SOG, DOG und VAA.

Echte Patientenstimmen

Das sagen unsere Patienten

Prognose einer IVOM

Die Prognose hängt vor allem von der Grunderkrankung, dem Stadium bei Behandlungsbeginn und der Regelmässigkeit der Therapie ab. Eine pauschale Aussage lässt sich hier nicht treffen.

Wer früh behandelt wird und die Verlaufskontrollen konsequent wahrnimmt, hat deutlich bessere Aussichten.

Bei der feuchten altersbedingten Makuladegeneration ist das primäre Ziel die Stabilisierung. Viele Patienten erreichen mit einer regelmässiger IVOM-Therapie tatsächlich eine messbare Verbesserung der Sehschärfe. Ohne Behandlung schreitet die feuchte AMD in der Regel rasch voran und führt zu erheblichem Sehverlust im zentralen Gesichtsfeld.

Beim diabetischen Makulaödem und bei Makulaödemen nach Venenverschlüssen sprechen viele Patienten gut auf die Behandlung an. Schwellungen bilden sich zurück, die Sehschärfe erholt sich in der Regel spürbar. Wie vollständig die Erholung ausfällt, hängt davon ab, wie lange das Ödem bereits bestand und ob die Netzhaut bereits dauerhaft verändert ist.

Die IVOM ist in den meisten Fällen keine kurative Therapie, sondern eine kontrollierte Langzeitbehandlung. Das Medikament wirkt über einen begrenzten Zeitraum. Ohne regelmässige Folgeinjektionen und Kontrollen kann die Erkrankung erneut aktiv werden. Die Abstände zwischen den Behandlungen werden deshalb individuell festgelegt und laufend angepasst.

Nebenwirkungen und mögliche Komplikationen

Die intravitreale Injektion ist ein etabliertes Verfahren mit einem insgesamt geringen Risikoprofil. Häufige, aber vorübergehende Nebenwirkungen sind Bindehautrötungen, leichte Blutergüsse an der Bindehaut sowie ein vorübergehend erhöhter Augeninnendruck. Diese klingen ohne besondere Massnahmen ab.

Seltene Komplikationen können sein:

  • Netzhautablösung durch Berührung der Netzhaut bei der Injektion
  • Endophthalmitis (Infektion im Augeninneren) – sehr selten, aber schwerwiegend; durch eine sterile Durchführung wird dieses Risiko so weit wie möglich minimiert. Statistisch tritt diese Komplikation in etwa 3 von 10.000 Fällen auf.
  • Venenverschlüsse in der Netzhaut

Wir informieren Sie vor jeder Behandlung ausführlich über alle relevanten Risiken. Bei Unsicherheiten oder Auffälligkeiten nach der Injektion stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Auch außerhalb unserer Öffnungszeiten.

Wird eine IVOM von der Krankenkasse übernommen?

Bei zugelassenen Indikationen, wie der feuchten AMD, dem diabetischen Makulaödem oder dem Makulaödem nach Venenverschluss, übernehmen die Schweizer Krankenkassen in der Regel die Kosten für die Medikamente und den Eingriff.

In einzelnen Fällen, beispielsweise bei bestimmten Wirkstoffen oder besonderen Therapiekonzepten, kann ein Antrag auf Kostengutsprache erforderlich sein. Wir unterstützen Sie dabei und beraten Sie transparent zu allen Kostenfragen.

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