Netzhaut­operationen: Vitrektomie, Membranpeeling & mehr

Eine Operation an der Netzhaut kommt bei einer Vielzahl von Erkrankungen in Betracht. Wir sind sofort für Sie da, wenn ein Notfall wie eine Netzhautablösung schnelles Handeln erfordert. Aber auch bei schleichenden Prozessen, die Ihr Sehvermögen langsam beeinträchtigen, begleiten wir Sie mit höchster Präzision.

Im Lux Augenzentrum in Zürich-Opfikon operieren erfahrene Netzhautchirurgen mit modernster Technik in unserem praxiseigenen OP-Saal.

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Vitrektomie, Makulaloch-Operation & mehr

Netzhautoperation in Zürich

Viele schwere Sehverschlechterungen lassen sich auf Netzhauterkrankungen zurückführen, die eine operative Behandlung notwendig machen. Wir sind auf Eingriffe an der Netzhaut und am Glaskörper spezialisiert und nutzen hochmoderne Verfahren.

Nach einer präzisen Untersuchung nehmen sich unsere Chirurgen Zeit für Sie: Wir erläutern Ihnen Ihren Befund verständlich und finden gemeinsam die beste Lösung für Sie.

In Notfällen sind wir auch außerhalb unserer Öffnungszeiten erreichbar.

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Symptome: Wann sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen?

Netzhauterkrankungen äussern sich oft durch charakteristische Sehstörungen. Folgende Symptome sollten zeitnah augenärztlich abgeklärt werden:

  • Plötzliche Sehverschlechterung auf einem Auge
  • Verzerrtes Sehen (gerade Linien erscheinen gewellt oder gebogen)
  • Wahrnehmung von Lichtblitzen, Russregen oder einem dunklen Vorhang
  • Zunahme von „fliegenden Mücken“ oder schwarzen Punkten im Sichtfeld
  • Schatten oder dunkle Flecken im zentralen Gesichtsfeld
  • Das Gefühl, dass ein Teil des Bildes fehlt

Besonders bei plötzlichen Lichtblitzen, Russregen oder einem Schattensehen sollte noch am selben Tag eine augenärztliche Untersuchung erfolgen. Diese Symptome können auf eine Netzhautablösung hinweisen, die als Notfall gilt.

Unsere Operations­verfahren im Überblick

Je nach Erkrankung und Befund setzen wir unterschiedliche Operationstechniken ein. Dabei werden häufig verschiedene Operationsverfahren in einer Operation kombiniert.

Vitrektomie (Glaskörper­entfernung)

Die Vitrektomie ist das zentrale Verfahren der Netzhautchirurgie. Dabei wird der Glaskörper ganz oder teilweise entfernt. Der Glaskörper hat keine wesentliche Funktion für den Sehvorgang und kann ohne Einschränkung durch eine Ersatzflüssigkeit, Gas oder Silikonöl ersetzt werden.

Durch die Entfernung des Glaskörpers erhalten unsere Chirurgen direkten Zugang zur Netzhaut und können dort gezielt behandeln.

Das heute gängige Verfahren ist die Pars-plana-Vitrektomie (PPV). Dabei werden über drei winzige Zugänge (weniger als 1 mm) mikrochirurgische Instrumente in das Auge eingeführt. Die Schnitte sind so klein, dass sie in den meisten Fällen nicht genäht werden müssen.

Membranpeeling

Beim Membranpeeling werden krankhafte Gewebeschichten von der Netzhautoberfläche entfernt. Es kommt vor allem bei zwei Erkrankungen zum Einsatz:

Peeling der epiretinalen Membran: Bei einer epiretinalen Gliose (Makulapucker) wächst ein feines Häutchen auf der Netzhautoberfläche, das die Makula in Falten zieht und zu verzerrtem Sehen führt. Unter dem Operationsmikroskop wird diese Membran mit speziellen Farbstoffen angefärbt und anschliessend mit einer feinen Pinzette vorsichtig von der Netzhaut abgezogen. Durch die Entfernung der Membran entspannt sich die Netzhaut wieder, Verzerrungen gehen zurück und die Sehschärfe verbessert sich in der Regel deutlich.

ILM-Peeling (Peeling der inneren Grenzmembran): Zusätzlich zur epiretinalen Membran kann auch die Membrana limitans interna (ILM) entfernt werden. Dabei handelt es sich um eine hauchdünne, natürliche Grenzschicht zwischen der Netzhaut und dem Glaskörper. Durch das ILM-Peeling wird verhindert, dass sich erneut Membranen bilden. Es wird besonders beim Verschluss von Makulalöchern eingesetzt.

Bei grösseren Makulaforamina wird die entfernte ILM manchmal umgeschlagen und als sogenannter Flap auf das Loch gelegt, um den Verschluss zu unterstützen.

Das Membranpeeling wird in der Regel im Rahmen einer Vitrektomie durchgeführt. Der Glaskörper wird dabei zunächst entfernt, um die Netzhautoberfläche für das Peeling zugänglich zu machen. Eine medikamentöse Alternative zum Membranpeeling gibt es derzeit nicht.

Makulaloch-Operation

Bei einem Makulaforamen verschließen wir operativ die Lücke an der Stelle Ihres schärfsten Sehens.

Zunächst wird der Glaskörper im Rahmen einer Vitrektomie entfernt. Danach folgt das ILM-Peeling: Die innere Grenzmembran der Netzhaut wird angefärbt und mit einer feinen Pinzette abgezogen. Das beseitigt die verbliebenen Zugkräfte rund um das Loch, sodass sich die Ränder wieder annähern können.

Zum Abschluss wird eine Gastamponade eingebracht, die die Netzhaut von innen stabilisiert. In den ersten Tagen nach dem Eingriff ist eine konsequente Kopftieflagerung notwendig, damit das Gas gezielt auf die Makula wirkt. Die Verschlussraten sind mit dieser Technik sehr hoch. Je früher operiert wird, desto besser fallen in der Regel die Ergebnisse aus.

Laserkoagulation der Netzhaut

Bei der Laserkoagulation werden gezielte Laserherde auf die Netzhaut gesetzt. Das Verfahren wird eingesetzt, um Netzhautlöcher zu versiegeln, krankhafte Gefässneubildungen bei diabetischer Retinopathie zu veröden oder die Netzhaut nach dem Wiederanlegen zu fixieren. Die Laserbehandlung erfolgt häufig während einer Vitrektomie, kann bei bestimmten Befunden aber auch als eigenständiger Eingriff in der Sprechstunde durchgeführt werden.

Tamponade: Gas, Flüssigkeit oder Silikonöl

Nach der Behandlung der Netzhaut wird der entfernte Glaskörper durch ein Ersatzmedium ersetzt:

  • Körpereigene Flüssigkeit (BSS): Bei unkomplizierten Eingriffen wie einem Membranpeeling ohne Netzhautablösung wird eine balancierte Salzlösung eingesetzt, die nach und nach durch körpereigenes Kammerwasser ersetzt wird.
  • Gastamponade: Gas wird in das Auge eingebracht, um die Netzhaut von innen gegen die Augenwand zu drücken. Es wird vom Körper innerhalb von Tagen bis Wochen selbständig resorbiert. In dieser Zeit kann eine bestimmte Kopfhaltung erforderlich sein.
  • Silikonöl: Bei besonders komplexen Netzhautablösungen stabilisiert Silikonöl die Netzhaut über einen längeren Zeitraum. Es muss in einem späteren Eingriff wieder entfernt werden.

Kombination mit der Kataraktoperation (Grauer Star)

Nach einer Vitrektomie entwickelt sich bei einem Grossteil der Patienten innerhalb von ein bis zwei Jahren ein Grauer Star. Gerade bei Patienten, die bereits eine beginnende Linsentrübung aufweisen, empfehlen unsere Chirurgen deshalb häufig einen kombinierten Eingriff: Zuerst wird die getrübte Linse durch eine Kunstlinse ersetzt und anschliessend in derselben Sitzung die Vitrektomie durchgeführt. Dieses Vorgehen erspart einen zweiten Eingriff und verkürzt die Erholungszeit.

Wann ist eine Netzhautoperation notwendig?

Eine Operation an der Netzhaut wird dann empfohlen, wenn eine Erkrankung die Sehkraft bedroht oder bereits einschränkt und konservative Massnahmen nicht ausreichen. Je nach Befund kommen unterschiedliche Operationsverfahren zum Einsatz. Am häufigsten wenden wir die Vitrektomie, oft in Kombination mit einem Membranpeeling oder einer Laserbehandlung, an.

Netzhautablösung und Netzhautrisse

Bei einer Netzhautablösung löst sich die Netzhaut von der darunterliegenden Gewebeschicht. Ohne Behandlung droht ein dauerhafter Sehverlust. Typische Warnsignale sind plötzliche Lichtblitze, Russregen oder ein dunkler Schatten, der sich wie ein Vorhang ins Gesichtsfeld schiebt.

Netzhautrisse gelten als Vorstufe einer Ablösung. Kleine Risse lassen sich häufig noch mit Laser verschliessen. Hat sich die Netzhaut bereits abgelöst, ist eine Vitrektomie notwendig, um sie wieder anzulegen und mit Gas, Laser oder Silikonöl zu fixieren. Eine Netzhautablösung ist ein augenärztlicher Notfall und erfordert eine zeitnahe Operation.

Makulaforamen (Makulaloch)

Ein Makulaforamen ist ein durchgreifendes Loch in der Makula – dem Ort des schärfsten Sehens. Es entsteht häufig durch Zug des Glaskörpers auf die zentrale Netzhaut. Betroffene bemerken eine zunehmende Sehverschlechterung, verzerrtes Sehen und das Gefühl, dass ein Teil des Bildes fehlt.

Bei der Operation wird der Glaskörper entfernt, die innere Grenzmembran (ILM) mittels Peeling abgezogen und das Loch durch eine Gastamponade stabilisiert, bis es sich von selbst verschliesst. Die Verschlussrate liegt bei diesem Verfahren sehr hoch.

Venen- und Arterienverschlüsse der Netzhaut

Bei einem retinalen Gefässverschluss wird die Durchblutung der Netzhaut, entweder durch einen Venenverschluss (häufiger) oder einen Arterienverschluss, unterbrochen. Die Folge ist eine plötzliche, oft schmerzlose Sehverschlechterung.

Venenverschlüsse führen zu Blutungen und Schwellungen in der Netzhaut, die ein Makulaödem verursachen können. Arterienverschlüsse schädigen die Netzhaut durch Sauerstoffmangel innerhalb kurzer Zeit. Je nach Ausmass und Folgeerscheinungen kann eine Vitrektomie notwendig werden.

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Bei der feuchten Form der altersbedingten Makuladegeneration wachsen krankhafte Blutgefässe unter der Makula, die zu Blutungen und Flüssigkeitsansammlungen führen.

Die Standardbehandlung besteht in der Injektion von Medikamenten (Anti-VEGF) in den Glaskörper. In bestimmten Fällen, beispielsweise bei ausgedehnten Blutungen unter der Netzhaut, kann eine Vitrektomie erforderlich werden, um das Blut zu entfernen und die Netzhaut zu stabilisieren.

Glaskörperblutung und Glaskörpertrübung

Wenn Blut in den Glaskörper eintritt, verliert dieser seine Transparenz und das Sehen kann stark eingeschränkt sein. Häufige Ursachen sind Gefässveränderungen bei Diabetes, Netzhautrisse oder retinale Gefässverschlüsse. Durch eine Vitrektomie wird das eingeblutete Material entfernt und die Ursache der Blutung behandelt.

Auch ausgeprägte Glaskörpertrübungen, die das Sehen erheblich beeinträchtigen, können durch eine Vitrektomie beseitigt werden. Zuvor wird in der Regel eine Laser-Vitreolyse als schonendere Alternative geprüft.

Glaskörperabhebung

Mit zunehmendem Alter schrumpft der Glaskörper und löst sich von der Netzhaut. Dieser natürliche Vorgang wird als hintere Glaskörperabhebung bezeichnet. In den meisten Fällen verläuft dieser Prozess ohne Komplikationen.

Bleibt der Glaskörper jedoch stellenweise an der Netzhaut haften, können Zugkräfte entstehen (vitreomakuläre Traktion), die die Netzhautstruktur verformen, ein Makulaloch verursachen oder im ungünstigsten Fall zu einem Netzhautriss führen. Wenn diese Zugkräfte Beschwerden verursachen oder die Netzhaut gefährden, kann eine operative Behandlung notwendig werden.

Diabetische Retinopathie

Bei fortgeschrittener diabetischer Retinopathie wachsen krankhafte neue Blutgefässe in die Netzhaut und den Glaskörper ein. Diese fragilen Gefässe neigen zu Blutungen und können Narbenzüge und Membranen bilden, die wiederum eine Netzhautablösung verursachen.

Epiretinale Membran (Makulapucker)

Bei der epiretinalen Membran bildet sich ein feines Häutchen auf der Oberfläche der Netzhaut im Bereich der Makula. Diese Membran kann schrumpfen und dabei die Netzhaut in Falten ziehen. Betroffene bemerken verzerrtes Sehen, gewellte Linien oder verschwommene Sicht.

Die Erkrankung tritt vorwiegend ab dem 60. Lebensjahr auf und ist medikamentös nicht behandelbar. Bei zunehmenden Beschwerden ist eine Vitrektomie mit Membranpeeling das einzige wirksame Verfahren, um die Membran zu entfernen und die Netzhaut zu entspannen.

Makulaödem

Ein Makulaödem entsteht, wenn sich Flüssigkeit in der Makula ansammelt und die Netzhaut anschwillt. Ursachen sind unter anderem Venenverschlüsse, diabetische Retinopathie, Entzündungen oder vorausgegangene Augenoperationen.

Die Schwellung beeinträchtigt das zentrale Sehen und führt zu verschwommener oder verzerrter Wahrnehmung. Häufig wird ein Makulaödem zunächst mit Medikamenteninjektionen (Anti-VEGF oder Kortison) behandelt.

Liegt eine begleitende vitreomakuläre Traktion oder eine epiretinale Membran vor, kann eine Vitrektomie mit Membranpeeling die Zugkräfte lösen und die Rückbildung des Ödems unterstützen.

Perfekt vorbereitet

Vorbereitung auf die Netzhautoperation

Eine Netzhautoperation ist ein mikrochirurgischer Eingriff, der etwas mehr Vorbereitung erfordert als ein kleiner Lideingriff. Folgende Punkte sollten Sie im Vorfeld beachten:

Natürlich besprechen wir mit Ihnen in Ruhe alles Wichtige in unserem Vorbereitungsgespräch.

Die Zeit nach dem Eingriff

Nachsorge und Heilungsverlauf

Die Nachsorge ist bei Netzhautoperationen besonders wichtig für den Behandlungserfolg. In den ersten Tagen und Wochen nach dem Eingriff sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Erste Tage nach der Operation

    Das Auge kann leicht gerötet sein, drücken oder ein Fremdkörpergefühl verursachen. Das ist normal und klingt in der Regel rasch ab. Tragen Sie die verordneten Augentropfen und Augensalben konsequent nach Anleitung auf. Berühren oder reiben Sie das operierte Auge nicht.

  • Kopfhaltung bei Gastamponade

    Wurde Gas in das Auge eingebracht, kann eine bestimmte Kopfhaltung (z. B. Bauchlage) für mehrere Tage erforderlich sein. Die exakte Lagerung und Dauer besprechen wir individuell mit Ihnen.

  • Körperliche Schonung

    Vermeiden Sie in den ersten Wochen schweres Heben, körperliche Belastung und Sport. Auch Schwimmen, Saunagänge und Augen-Make-up sollten bis zur ärztlichen Freigabe vermieden werden.

  • Sehvermögen nach der Operation

    In den ersten ein bis zwei Wochen ist das Sehvermögen häufig noch eingeschränkt. Bei einer Gastamponade kann die Sicht zunächst stark eingetrübt sein und verbessert sich schrittweise, sobald das Gas resorbiert wird. Nach einem Membranpeeling bei epiretinaler Gliose gehen die Verzerrungen in der Regel über mehrere Wochen langsam zurück. Die vollständige Erholung der Sehkraft kann je nach Erkrankung Wochen bis Monate dauern.

  • Nachkontrollen

    Regelmässige Kontrolltermine in den Wochen nach der Operation sind unverzichtbar. Dabei messen wir den Augeninnendruck, kontrollieren die Netzhaut mittels OCT und beurteilen den Heilungsverlauf.

Unser moderner OP-Saal in Zürich

Unser Operationssaal in Zürich-Opfikon ist speziell auf die Mikrochirurgie des Auges ausgelegt. Hochauflösende Operationsmikroskope, modernste Vitrektomie-Systeme und präzise Laser-Technologie ermöglichen Eingriffe an der Netzhaut unter höchsten Sicherheitsstandards. Die gesamte Behandlung findet direkt in unserer Praxis statt – ohne Verlegung in eine externe Klinik.

Unsere Augenchirurgen

Hinter dem Lux Augenzentrum steht ein Team aus hochqualifizierten Augenärzten und Chirurgen. Unser gesamtes Praxisteam begleitet Sie mit Einfühlungsvermögen und Erfahrung. Lernen Sie unser Praxisteam kennen.

Augenarzt

Dr. med. (H) Peter Raak

Spezialist für Ophthalmochirurgie

Dr. med. (H) Peter Raak

Dr. Peter Raak ist ein erfahrener Augenchirurg mit über 2.000 Operationen pro Jahr. Seine Schwerpunkte sind die Kataraktchirurgie (Grauer Star), Netzhautchirurgie sowie die Behandlung von AMD, diabetischer Retinopathie und Glaukom.

Er ist Gastdozent an der FHNW und Mitglied in führenden Fachgesellschaften wie FMH, FEBO, ESCRS, SOG, DOG und VAA.

Echte Patientenstimmen

Das sagen unsere Patienten

Risiken und Komplikationen

Netzhautoperationen sind bewährte und sichere Verfahren. Wie bei jedem chirurgischen Eingriff bestehen dennoch Risiken, über die wir Sie im Aufklärungsgespräch ausführlich informieren:

  • Kataraktentwicklung (Grauer Star): Die häufigste Folge einer Vitrektomie. Die natürliche Linse kann sich nach dem Eingriff schneller eintrüben. Bei älteren Patienten empfehlen wir deshalb häufig eine kombinierte Operation mit gleichzeitigem Linsenersatz.
  • Schwankungen des Augeninnendrucks: Nach der Operation kann der Augeninnendruck vorübergehend erhöht oder erniedrigt sein. Dies wird bei den Nachkontrollen überwacht und bei Bedarf medikamentös behandelt.
  • Erneute Netzhautablösung: In seltenen Fällen kann es nach dem Eingriff zu einer erneuten Ablösung kommen, die eine weitere Operation erfordert.
  • Netzhautlöcher: Während der Glaskörperentfernung können gelegentlich Einrisse in der Netzhaut entstehen. Diese werden in der Regel direkt während der Operation mit Laser verschlossen.
  • Blutungen: Leichte Nachblutungen sind möglich und klingen meist von selbst ab.
  • Infektion (Endophthalmitis): Eine schwere Augeninfektion nach der Operation ist sehr selten und wird durch die sterile Operationsumgebung und antibiotische Nachbehandlung wirksam minimiert.

In den meisten Fällen überwiegt der Nutzen der Operation deutlich gegenüber den Risiken. Bei vielen Netzhauterkrankungen ist ein operativer Eingriff die einzige Möglichkeit, das Sehvermögen zu erhalten.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Netzhautoperationen sind medizinisch notwendige Eingriffe und werden in der Regel von der Schweizer Grundversicherung gedeckt. Die Kostenübernahme gilt für alle gängigen Indikationen: Netzhautablösung, epiretinale Gliose, Makulaforamen, diabetische Retinopathie, Glaskörperblutung und vitreomakuläre Traktion. Wir übernehmen die Abrechnung direkt mit allen Schweizer Krankenkassen.

Ist die Operation schmerzhaft?

Netzhautoperationen werden unter lokaler Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt. Während des Eingriffs spüren Sie keine Schmerzen. Nach der Operation kann ein leichtes Druck- oder Fremdkörpergefühl auftreten, das in der Regel schnell nachlässt.

Wie lange dauert eine Netzhautoperation?

Je nach Erkrankung und Komplexität des Befundes dauert der Eingriff zwischen 30 und 60 Minuten. Ein reines Membranpeeling bei epiretinaler Gliose liegt eher am unteren Ende, eine Vitrektomie bei komplexer Netzhautablösung kann auch etwas länger dauern.

Darf ich nach dem Eingriff Auto fahren?

In den ersten Tagen nach der Operation ist Autofahren nicht erlaubt. Planen Sie für den Operationstag eine Begleitperson ein. Wann Sie wieder fahrtüchtig sind, hängt von der Erholung des Sehvermögens ab und wird bei den Nachkontrollen besprochen.

Darf ich nach einer Netzhautoperation fliegen?

Wurde während der Operation Gas in das Auge eingebracht, ist Fliegen bis zur vollständigen Resorption des Gases nicht erlaubt. Bei niedrigem Kabinendruck dehnt sich das Gas im Auge aus. Das kann zu einem gefährlichen Druckanstieg führen. Je nach Gastyp kann diese Phase zwischen einigen Tagen und mehreren Wochen dauern.

Bei einer Tamponade mit Silikonöl oder einer reinen Flüssigkeitsfüllung bestehen keine Einschränkungen für Flugreisen.

Wir informieren Sie nach dem Eingriff, ab wann Fliegen für Sie wieder sicher ist.

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