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Dr. Richard Nagy

Dr. med. (H) Richard Nagy, Facharzt für Augenheilkunde FMH, FEBO. Die Fachartikel auf meiner Webseite entsprechen dem aktuellen Stand der Wissenschaft! Alle Quellen finden Sie am Ende das jeweiligen Artikels.
Augenentzuendung-mit-Viren

Augenentzündungen gehören zu den häufigsten Erkankungen der Augen. Was sind die Auslöser und wie werden die unterschiedlichen Entzündungstypen behandelt? In dem folgendem Text werden wir uns mit diesen Fragen auseinander setzen.

Was ist eine Augenentzündung?

Unter Augenentzündung verstehen wir eine Erkrankung oder Funktionsstörung des Auges, die sich in verschiedenen Formen äussern kann. Die Ursache sind oft Bakterien, die in das Auge und in die Bindehaut eindringen. Die Folgen können weitreichend sein, von tränenden, manchmal schmerzhaften Augen über empfindlichere, juckende Haut und gerötete Augen bis hin zu starker Lichtempfindlichkeit. Gelbgrüner Eiter im Auge ist ebenso ein Zeichen für eine Bindehautentzündung.

Hautbakterien breiten sich besonders schnell in den Augenlidern aus und führen oft zu schmerzhaften Entzündungen der Augenlider. Wenn Sie sich ständig die Augen reiben, beispielsweise wegen unangenehmen Staubpartikel oder Pollen, können Bakterien leichter eindringen und sich in der entsprechenden Augenpartie ausbreiten. Wenn sich die Augenlider entzünden, werden sie oft rot oder geschwollen.

Das Auge ist durch zwei natürliche Abwehrmechanismen gut geschützt. Die Augenlider schliessen sich reflexartig, wenn Fremdkörper dem Auge zu nahekommen. Gelangen winzige Partikel ins Auge, sorgt der ständige Austausch der Tränenflüssigkeit dafür, dass diese wieder ausgespült werden. Diese Mechanismen reichen jedoch nicht immer aus, um den komplexen Sehapparat zu schützen.

Dieser reagiert mit Entzündungen, insbesondere wenn die Augenabwehr überlastet ist, also zu viele negative Einflüsse gleichzeitig auf den Sehkörper einwirken. Viren oder Bakterien befallen oft äussere Strukturen wie Bindegewebe oder die Hornhaut des Auges. Manchmal stecken aber auch Umweltfaktoren wie Abgase oder starke ultraviolette Strahlung hinter dem schmerzenden Auge.

Arten und Ursachen

Bakterielle-Bindehautentzuendung

Neben Konjunktivitis sind die häufigsten Augeninfektionen Dakryoadenitis (Entzündung der Tränendrüse), Blepharitis (Entzündung des Augenlids) und Gerstenkorn. Sie können alleine auftreten, aber auch ein Begleiter anderer Krankheiten sein. Besonders gefährdet sind Bindehaut und Hornhaut. Augeninfektionen können verschiedene Ursachen haben. In vielen Fällen stecken dahinter Infektionen durch Bakterien und Viren. Ebenso können sich verschiedene Teile des Auges entzünden.

Augenärzte unterscheiden beispielsweise zwischen Bindehautentzündung, Hornhautentzündung, Augenlidentzündung, Dermis und Augengrippe. Die häufigsten Entzündungen treten auf der Bindehaut, Hornhaut und den Augenlidrändern auf. Sie haben den grössten Kontakt mit der Umwelt und sind am anfälligsten für schädliche Faktoren. Eine Augenentzündung kann die Oberflächenschichten betreffen oder sich auf tiefere Strukturen des Auges ausbreiten.

Trockene Augen sind besonders anfällig für Augeninfektionen. Denn der Tränenfilm bricht zusammen, wenn die Augen trocken sind. Dann funktioniert die Immunabwehr des Auges nur noch eingeschränkt. Ergebnis: Krankheitserreger können leichter in die Augen gelangen und unangenehme Entzündungen verursachen.

Neben Viren, Bakterien oder trockenen Augen können Augeninfektionen ebenso durch allergische Reaktionen auf Hausstaubmilben, Pollen oder Tierhaare ausgelöst werden. Andere Ursachen für Augeninfektionen sind Umweltreize wie Sonnenlicht, Zugluft oder Staubpartikel. Mechanische Reizstoffe wie eine eingewachsene Wimper oder andere Fremdkörper können ebenfalls Augenentzündungen verursachen.

Mögliche Ursachen einer Augeninfektion:
Viren, Bakterien, Pilze
Trockene Augen
Fremdkörper im Auge
Kontaminierte oder beschädigte Kontaktlinsen
Allergien (z. B. Heuschnupfen, Tierhaare)
Krankheiten (wie Rheuma)

Symptome

Virale-Bindehautentzuendung

Augenentzündungen treten relativ häufig auf, wenn das Auge ständig äusseren Reizen wie Keimen, Staub oder hellem Licht ausgesetzt ist. Das Auge entzündet sich, wenn es solche Einflüsse nicht mehr ausreichend reflektieren kann. Eine Augenentzündung kann daran erkannt werden, dass das Auge schmerzt, brennt, tränkt, juckt, gerötet oder geschwollen ist. Die Augenlider können aufgrund einer Augenentzündung verklumpen und das Sehen erschweren.

Typische Symptome sind das Brennen und Jucken sowie eine Rötung des Auges. Viele Patienten klagen über ein Fremdkörpergefühl, hierbei wird meist ein vermehrter Tränenfluss beobachtet. Die ungehinderte Ausbreitung von Krankheitserregern kann zu Erblindung, Hirnhautentzündung oder sogar zum Tod führen. Die Anzeichen einer Infektion hängen von der Ursache ab. Da eine Augeninfektion viele verschiedene Auslöser haben kann, gibt es keine einzelnen Symptome. Zahlreiche Augeninfektionen gehen jedoch mit Bindehauterythem, leichten bis starken brennenden Schmerzen und wässrigem, schleimigem oder eitrigem Ausfluss einher. Bei einer bakteriellen Infektion wird das Auge normalerweise rot, bei einer Virusinfektion wird die Farbe dagegen Rosa.

Wenn Bakterien eine Entzündung verursachen, bildet sich gelblicher Eiter. Im Auge schwimmen oft kleine Schleimfäden, was den Blick irritiert. Wenn sich leichte Hornhauttrübungen bilden, wird das Sehvermögen weiter beeinträchtigt. In seltenen Fällen erstreckt sich die Entzündung auf die Hornhaut.

Augenentzündungen bei Kindern

Allergische-Bindehautentzuendung

Augeninfektionen sind bei Kindern besonders häufig insbesondere Konjunktivitis. Kleinkinder berühren mit schmutzigen Händen das Gesicht und reiben sich die Augen mit Bakterien und anderen Keimen ein. Bakterielle Augenentzündungen verursachen eine plötzliche Schwellung und Rötung des Auges. Konjunktivitis in den Augen ist ein weitverbreiteter Begleiter einer Erkältung (grippeähnliche Infektion), mit der Kinder häufig konfrontiert sind. In diesem Fall ist das Erkältungsvirus schuld.

Überblick bei den Entzündungen im Auge

Keratitis

Diese Entzündung kann fast jeden Teil des Auges betreffen. Nachfolgend haben wir die häufigsten Augeninfektionen mit ihren Hauptursachen und Symptomen für Sie zusammengefasst.

Bindehautentzündungen

Je nach Verlauf gibt es akute und chronische (rezidivierende) Konjunktivitis. Die akute Phase dauert 2 bis 12 Tage. Für die hochansteckende epidemische Konjunktivitis gilt: Beschränkt sich die Infektion auf die Bindehaut, heilt sie innerhalb von 1-3 Wochen von selbst ab. Sie ist oft so massiv, dass auch Allgemeinsymptome und geschwollene Lymphknoten vorhanden sind, wie etwa hinter den Ohren. Ausserdem kann es öfters zu einer Hornhautentzündung mit Trübung kommen, die sich in einer zusätzlichen Sehbehinderung bemerkbar macht. Die Krankheitserreger werden durch das körpereigene Immunsystem neutralisiert.

Augengrippe

Die Augengrippe ist eine unangenehme und schmerzhafte Entzündung der Bindehaut und Hornhaut. Typische Symptome sind Augenschwellung und -rötung, tränende Augen, Juckreiz, Lichtempfindlichkeit und Fremdkörpergefühl. Der häufigste Übertragungsweg ist die Hand. Aufgrund ihrer Resistenz können Viren wochenlang an Türklinken, Hardware oder anderen Oberflächen haften bleiben.

Hornhautentzündung

Eine Hornhautentzündung (Keratitis) ist seltener, aber auch gefährlicher als eine Konjunktivitis. Die Ursachen und Beschwerden sind ähnlich, was ebenso daran liegt, dass die Bindehaut fast immer an einer Hornhautentzündung beteiligt ist. Dann sprechen sie über Keratokonjunktivitis. Die Augen sind gerötet, die Leidenden klagen über Brennen, Schmerzen und Fremdkörpergefühl. Im Gegensatz zur Konjunktivitis kann das Sehvermögen beeinträchtigt sein.

Lidrandentzündung

Die infektiöse Blepharitis wird normalerweise durch Staphylokokken verursacht. Staphylokokken sind Bakterien, die auf jeder Haut (einschliesslich des Augenlids) vorkommen. Gelangen diese Bakterien in die Talgdrüsen der Haut, kann es passieren, dass der Talg dickflüssiger wird. Dadurch verstopfen die Drüsen immer mehr und der Talg kann nicht mehr abgesondert werden. Neben einer Infektion mit Bakterien ist auch ein Virusbefall möglich, beispielsweise durch den Herpesvirus. In einigen Fällen produzieren die Drüsen zu viel Fett (Seborrhoe). Das überschüssige Sekret klebt an den Wimpern, die die Drüsen bedecken. Zu den nicht infektiösen Risikofaktoren zählen zudem äussere Einflüsse wie Staub, Zugluft oder Rauch, die alle zur Entstehung einer Blepharitis beitragen können.

Entzündungen der Augenlider (Gerstenkorn und Hagelkorn)

Eine schmerzhafte rote Beule auf dem Augenlid ist vielleicht das sogenannte Gerstenkorn (Chordoleum). Dies ist eine bakterielle Entzündung des Augenlids oder der Säkulardrüse. Gradina (Chalazion) gehört zu den Entzündungen des Lidrandes. Das Hagelkorn wird dagegen durch eine Blockade der Meibom-Drüsen verursacht. Durch regelmässiges und richtiges Pflegen der Lidränder können Sie Augenprobleme wie Lidentzündungen, Gerstenkorn und Hagel vermeiden oder zumindest deren Symptome lindern.

Lederhautentzündung

Skleritis ist eine Entzündung der Augenhaut (Sklera). Bei der Entzündung der Dermis wird zwischen Episkleritis und Skleritis unterschieden. Die Anzeichen einer Skleritis reichen von Augenschmerzen und Schwellungen bis hin zu verschwommenem Sehen. Bei einer Episkleritis, bei der nur die Oberfläche der Bindehaut entzündet ist, sind die Symptome weniger stark ausgeprägt. In den meisten Fällen wird die Skleritis durch andere Krankheiten wie Autoimmunerkrankungen verursacht.

Uveitis

Uveitis ist eine Entzündung des mittleren Teils der Augenhaut (der Aderhaut). Sie besteht aus verschiedenen Abschnitten, die einzeln oder in Kombination beaufschlagt werden können. Dementsprechend gibt es unterschiedliche Formen der Uveitis. Die Erkrankung kann durch Krankheitserreger verursacht werden oder im Zusammenhang mit einer anderen Beeinträchtigung auftreten. Die Ursache bleibt jedoch oft unbekannt.

Fremdkörper

Auch Fremdkörper in den Augen und Umweltreize wie Zugluft oder Zigarettenrauch können Augeninfektionen verursachen. Wichtig ist, dass Augeninfektionen frühzeitig von einem Augenarzt untersucht und ursachengerecht behandelt werden. Dadurch können die Symptome schnell gelindert und ein Fortschreiten der Krankheit und im schlimmsten Fall irreversible Schäden verhindert werden.

Entzündung der Tränenwege

Eine akute oder chronische Entzündung des Tränensacks und des Tränenkanals wird normalerweise durch eine Verengung oder Blockierung des Tränensystems verursacht. Die Tränensackentzündung ist die häufigste Erkrankung der Tränenwege, seltener eine Entzündung der Tränenkanälchen (Canalikulitis). Die Behandlung besteht aus Antibiotika; Nachdem die Entzündung abgeklungen ist, muss der Tränenkanal oft operativ behandelt werden.

Diagnostik

Lidrandentzuendung-Blepharitis

Die Augen sind empfindlich und gerötet, Schmerzen und Tränen, und die Lider sind klebrig: All dies sind typische Anzeichen einer Augeninfektion. Für eine sichere Diagnose durch einen Augenarzt sind 3 Dinge entscheidend: die Anamnese des Patienten, das Krankheitsbild und die Identifizierung des Erregers. Wir können jedoch mit Sicherheit sagen, dass es schwierig ist, eine bakterielle von einer viralen Konjunktivitis zu unterscheiden, da die Symptome sehr ähnlich sind. Möglicher Unterschied: Virusinfektionen verursachen eher wässrige als eitrige Sekrete (bakteriell). Andere Ursachen für rote Augen sollten ebenfalls ausgeschlossen werden, wie Fremdkörper, Allergien, trockene Augen, Lidentzündungen, unspezifische Reizungen oder Glaukom, Entzündungen des inneren Teils des Auges usw. Der Arzt (Augenarzt) verwendet die folgenden Methoden:

Spaltlampenuntersuchung: Wird für die mikroskopische Untersuchung des Auges verwendet. Die feinen Strukturen der vorderen Augenabschnitte lassen sich bei der Spaltlampenuntersuchung gut beurteilen.

Bindehautabstrich mit Antibiogramm: Bei einem Bindehautabstrich wird Sekret aus dem Bindehautsack entfernt. Dieses dient dem Nachweis von Erregern und für Antibiotikatests. Antibiotikatests sind Labortests zur Feststellung der Anfälligkeit oder Resistenz von Krankheitserregern gegenüber Antibiotika, um eine Bindehautentzündung mit dem richtigen Antibiotikum behandeln zu können. Ein Bindehautabstrich wird vor Beginn der Antibiotikabehandlung durchgeführt oder wenn die Therapie nicht anspricht.

Allergietest: Bei therapieresistenter, chronischer oder rezidivierender allergischer Konjunktivitis führt ein Arzt (Allergologe) einen Hauttest durch, um die Reaktion des Immunsystems auf verschiedene Allergene zu beurteilen. Wenn dies nicht möglich ist oder Zweifel bestehen, kann ein Bluttest durchgeführt werden.

Behandlung

Gerstenkorn-Hordeolum

Glücklicherweise können bakterielle Augeninfektionen in den meisten Fällen leicht mit Augentropfen oder antibiotischen Salben behandelt werden. Verursachen Viren die Augenentzündung, heilt die Infektion oft nach wenigen Tagen von selbst ab. Antivirale Augentropfen können bei schwereren Erkrankungen helfen.

Dies kann Augenentzündungen vorbeugen. Wer Augeninfektionen von vornherein verhindern möchte, sollte mehr auf die Hygiene achten. Waschen Sie sich immer die Hände, bevor Sie Ihre Augen, Augenlider berühren oder Kontaktlinsen tragen. Wenn jemand in Ihrer Nähe eine Bindehautentzündung oder eine andere ansteckende Augenerkrankung hat, verwenden Sie Ihre eigenen Handtücher und Waschlappen und waschen Sie Ihre Hände besonders gründlich.

Wenn sich die Symptome nach drei Tagen nicht gebessert haben, wird die Infektion je nach Schweregrad mit Antibiotika oder Augentropfen behandelt. In vielen Fällen können akute Beschwerden durch Kühlung schnell gelindert werden. Neben den allgemein stabilisierenden Massnahmen der Inneren Medizin liegt das Hauptaugenmerk auf dem Schutz des Auges vor einer zusätzlichen bakteriellen Infektion (Superinfektion). Dazu empfiehlt der Facharzt lokale Antibiotika in Kombination mit Kortikoiden. Feuchtigkeitsspendende Augentropfen, Salben oder Sprays ergänzen die Behandlung.

Hausmittel

Lederhautentzuendung-Skleritis

Häufig kann die Behandlung von Augeninfektionen auch mit Hausmitteln wie kühlenden Quarkkompressen, Kamille oder grünem Tee unterstützt werden. Um die Heilung nicht unnötig zu verzögern, sollten Sie den Eingriff vorab mit einem Augenarzt besprechen. Gleiches gilt, wenn sich die Symptome verschlimmern oder nach einigen Tagen keine signifikante Besserung spürbar ist.

Um Augeninfektionen zu vermeiden, besteht der erste Schritt darin, Ihre Augen vor äusseren Stressfaktoren zu schützen. Meiden Sie starke Zugluft, Rauch und Staub sowie trockene Raumluft. Tipp: Bei trockener Luft hilft nicht nur ein teurer Luftbefeuchter, sondern auch ein Behälter mit Wasser, der an einer Heizung verdunstet oder mehreren Pflanzen in einem Raum.

Für Kontaktlinsenträger gilt: Kontaktlinsen nach dem Tragen immer gründlich reinigen. Denn Ablagerungen auf Linsen können schnell zu Augeninfektionen führen. Ausserdem sollten die Linsen nicht länger als vorgesehen getragen werden. Wenn diese Belastungen vermieden werden, bleibt der Augenschutz stark und Krankheitserreger haben eine geringere Chance, Entzündungen zu verursachen.

Hausmittel wie Augentrost, erhältlich als Tropfen oder Tee, können ebenfalls helfen, die Symptome zu lindern. Handelt es sich um eine allergische Augeninfektion, kann die Allergie mit sogenannten Antihistaminika behandelt werden. Dabei handelt es sich um Stoffe, die allergische Reaktionen im Körper wie Juckreiz oder Niesen deutlich reduzieren.

Wie lange sind Bindehautentzündungen ansteckend?

Uveitis

Bakterielle und viele virale Infektionen verschwinden ohne Behandlung von selbst. In den meisten Fällen ist eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) ansteckend und dauert je nach Schwere und Art der Behandlung einige Tage bis Wochen. Eine bakterielle Konjunktivitis beginnt zuerst in einem Auge und kann sich auf das andere ausbreiten. In der Regel machen sich die ersten Symptome erst 5-12 Tage nach der Ansteckung bemerkbar. Die Schwierigkeit besteht darin, dass das Risiko, andere zu infizieren, zu diesem Zeitpunkt am höchsten ist.

Gesunde-Augen-nach-Behandlung

Vorbeugung, so schützt sich das Auge vor Augeninfektionen

Das menschliche Auge besitzt gute Abwehrmechanismen, mit denen es schädlichen Einflüssen standhält. Sobald Fremdkörper wie Schmutz- oder Staubpartikel in die Nähe der Augen kommen, schliessen sich die Augenlider. Ausserdem sorgt die Tränenflüssigkeit dafür, dass Partikel und Fremdkörper, wie zum Beispiel Mücken- oder Russpartikel, schnell aus dem Auge gespült werden. Diese Abwehrmechanismen reichen jedoch nicht immer aus, um die Augengesundheit zu erhalten.

Kann das neue Coronavirus eine Entzündung in den Augen hervorrufen?

Eine Corona-Infektion kann ebenso zu einer Bindehautentzündung führen. Typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 sind Husten und Fieber. In einigen Fällen kann eine Konjunktivitis auch auf COVID-19 hinweisen. Hier zeichnet es sich durch eine hohe Augentemperatur aus. Wie fast alle Viruserkrankungen kann eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 auch die Augen betreffen. Parallel zu den typischeren Symptomen von Covid-19 wie Fieber, Gliederschmerzen oder Müdigkeit entwickeln die Betroffenen eine Bindehautentzündung, ähnlich wie sie bei einer Grippe auftritt.

Manchmal werden zuerst Bindehaut- und/oder Blinzelödem beobachtet sowie geschwollene Lymphknoten hinter dem Ohr. Aufgrund der ähnlichen klinischen Symptome ist eine Entzündung in diesem Stadium schwer, von einer „Augengrippe“ zu unterscheiden (Viruserkrankung der Bindehaut und Hornhaut = epidemische Keratokonjunktivitis). Auch eine Infektion mit Herpesviren oder anderen Erregern muss ausgeschlossen werden.

An unseren Augenarzt Dr. Nagy und das Lux Augenzentrum können Sie sich jederzeit wenden, wenn Sie eine akute oder chronische Augentzündung haben. Wir untersuchen, behandeln, beraten und unterstützen Sie gerne.

Quellen

  • Nika Bagheri, Brynn N. Wajda: The Wills Eye Manual, 7th edition, Seite 104-121., Seite 340-347., Seite 73-80.
  • Timothy L Jackson: Moorfields Manual of Ophthalmology, third edition, Seite 135-151.