Dunkle-Augenringe

Augenringe können sich bei jedem Menschen bilden und stellen eine dunkle Schattierung auf der Haut rund um die Augen dar. Nicht zu verwechseln sind die Augenringe mit den Tränensäcken, welche durch eine Schwellung in Kombination mit erschlaffter Haut auftreten und sichtbar werden. Augenringe hingegen sind Schatten oder Augenschatten im Bereich der Augenpartie. Am auffälligsten ist diese Schattierung unterhalb der Augen, hierbei sprechen Mediziner von der sogenannten Halonierung. Dieses Symptom ist aber nur selten ein Anzeichnen für eine Infektion oder Erkrankung, denn für gewöhnlich handelt es sich nur um ein kosmetisches Problem. Augenringe treten oft in Verbindung mit einer Schwellung der Tränensäcke auf, die Schatten stehen jedoch in keinem festen Zusammenhang mit den Tränensäcken unter dem Unterlid.

Wie können Augenringe behandelt werden?

Je nach Ursache für die Augenringe gibt es unterschiedliche Behandlungsmethoden. In der Regel handelt es sich bei den Augenschatten um eine Hyperpigmentierung, hierfür stehen unterschiedliche Medikamente zur Auswahl, diese können das Melanin in der Haut reduzieren. Das ist eine bleichende Substanz, welche nur durch die Anleitung eines Arztes aufgetragen werden sollte.

Bei diesem Medikament gibt es teilweise starke Nebenwirkungen, über welche der Arzt zuvor selbstverständlich aufklärt. Es gibt als Alternative einen Laser, dieser kann Pigmente auf der Haut gezielt ansteuern und zerstören. Diese Methoden und Eingriffe können auch miteinander kombiniert werden um gegen die Schatten im Bereich der Augenpartie vorzugehen. 

In vielen Fällen kommt auch die Methode der Unterspritzung mit Eigenfett infrage, dabei wird unterhalb der Augen Eigenfett gespritzt, dies sorgt dafür, dass die Gefässe weniger durchscheinen, damit legt sich das Problem mit den Augenringen und den Schatten.

Sollten die Augenringe aber aufgrund von durchscheinenden Gefässen resultieren, dann gibt es noch die Möglichkeit mit Hyaluronsäure, allerdings wird die Methode mit Unterspritzung von Eigenfett im Gegensatz zur Hyaluronsäure besser von vielen Patienten vertragen und es kommt zu weniger Nebenwirkungen.

Welche Hausmittel gibt es bei Augenringen?

Bezüglich Augenringe gibt es tatsächlich einige Blogartikel oder Tipps in Ratgeberzeitungen, jedoch sind die Hausmittel gegen Augenringe nur selten auch tatsächlich hilfreich. Zudem sollte die Anwendung immer überlegt erfolgen.

Es gibt diverse Hausmittel, welche gerne angewendet werden, aber zu Problemen führen. Gurkenscheiben oder feuchte Teebeutel können beispielsweise für eine allergische Reaktion sorgen oder das Auge empfindlich reizen. Der Hintergrund all dieser Tipps ist die Kühlung der Augenbereiche.

Durch die Kühlung ziehen sich die lokalen Blutgefässe zusammen, dabei werden sie kaum sichtbar, wenn sie für gewöhnlich durch die Haut zu sehen sind und Schwellungen im Augenbereich nehmen für kurze Zeit ab. Der Effekt kann aber nur kurzfristig halten und sollte eine Hyperpigmentierung in der Nähe des Unterlids vorliegen, dann helfen diese Tipps gar nicht.

Es ist sinnvoller, dass das Auftreten von Augenringen von Beginn an unterbunden wird. So sollte auf Alkohol verzichtet werden, genügend Schlaf täglich eingeholt werden und das Rauchen sollte gänzlich eingestellt werden. Wenn all das auch nicht helfen sollte, dann kann mit Make-up entgegengewirkt werden oder mit kosmetischen Cremes, damit können Augenringe und Schatten im Augenbereich zuverlässig für einen Zeitraum kaschiert werden.

Wie entstehen Augenringe?

Die dunklen Augenringe lassen die Augen wirken, als würden sie eingefallen sein. Der Betroffene wirkt dadurch krank, obwohl die Augenringe nur selten ein Indikator für Krankheiten sind. Die dunkle Schattierung – insbesondere unterhalb des Auges – hat selbst keine Auswirkungen auf die Gesundheit und sind harmlos.

Dies ist aber nur dann der Fall, wenn die Augenringe durch das Durchscheinen von Blutgefässen aufgrund von dünner Haut oder durch eine Hyperpigmentierung entstehen. Sollte es einen anderen Grund geben, entstehen damit auch Symptome, diese müssten dann von einem Augenarzt betrachtet werden.

Hyperpigmentierung – was bedeutet das?

Die Haut besitzt sogenannte Melanine, das sind spezielle Pigmente, welche wiederum die Hautfarbe mitbestimmen. Sollte es einen grossen Anteil dieser Pigmente geben, dann wird die Haut dunkler erscheinen. Es gibt aber auch eine Hyperpigmentierung (auch: Melasma). Dies zeigt sich durch blau-graue oder blaue Augenringe, dafür gibt es diverse Ursachen:

  • Ausschläge und Entzündungen der Haut (so auch bei einer Kontaktallergie)
  • Bestimmte Medikamente oder Rauschmittel
  • Mängel – zum Beispiel Eisenmangel
  • Vermehrte UV-Einstrahlung durch Sonnenbaden oder Solarium
  • Bestimmte Erkrankungen oder Fehlbildungen der Haut

In vielen Fällen ist die Hyperpigmentierung auch erblich bedingt. 

Durchscheinende Gefässe

In der Regel ist nicht die Haut für die dunklen Augenringe und Schwellungen verantwortlich, sondern die Ursache liegt für gewöhnlich tiefer. Das Auge wird kreisförmig von einem Muskel umgeben. Die Haut beziehungsweise das Unterhautfettgewebe ist an dieser Stelle sehr dünn und aus diesem Grund werden die Gefässe von ausserhalb in der Augenpartie gesehen.

Es ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, wie stark die Blutgefässe durch die Haut scheinen und es hängt auch stark mit der Hautalterung zusammen. Es hängt für gewöhnlich auch vom Hauttyp ab oder von der infraorbitalen Unterhautfettgewebes. Sehr hellhäutige oder schlanke Menschen haben das Problem in der Regel am häufigsten.

Folgende Ursachen können diesen Umstand begünstigen:

  • Eisenmangel
  • Mangelernährung
  • Schlafmangel
  • Hautalterung
  • Flüssigkeitsmangel
  • Umweltgifte
  • Drogenmissbrauch
  • Grunderkrankungen an Schilddrüse oder Nieren

Vor allem aber auch Raucher können dazu eher neigen, denn wenn weniger Sauerstoff transportiert wird, dann ist das Blut dunkler als das sauerstoffreiche, somit entsteht die Schattierung unterhalb der Augen eher. Für eine schlechte Durchblutung kann aber auch Schlafmangel sorgen.

Wann sollte ein Augenarzt bei Augenringen aufgesucht werden?

Einen Augenarzt gilt es aufzusuchen bei Augenringen, wenn dies eine ernsthafte Ursache hat. Für gewöhnlich ist dies aber nicht der Fall, da Augenringe nur sehr selten aufgrund einer ernsten Ursache auftreten. In der Regel handelt es sich um ein Symptom, welches erblich bedingt und ohne Krankheitswert auftaucht. 

Sollten die Augenringe aber entstehen, obwohl Sie dies zuvor nie hatten, dann sollte zunächst ein Termin beim Hausarzt vereinbart werden. Dies sollten Sie vor allem dann tun, wenn Sie die typischen Ursachen wie Schlafmangel ausschliessen können.

Wenn Sie aber zusätzlich bemerken, dass Sie Konzentrationsprobleme haben oder stets eine Müdigkeit verspüren, dann sollte innerhalb einer Anamnese (Gespräch zur Krankheitsgeschichte) geklärt werden, wodurch es zu diesen Symptomen kommt. Dann kann gezielt behandelt werden.

Schlusswort

Wünschen Sie weitere Informationen, Ratschläge & Tipps rund um das Thema „Augenringe“, so zögern Sie nicht, sondern kontaktieren Sie Ihren kompetenten Augenarzt in Opfikon. 

Quellen