Okulomotoriusparese: Ursachen und Therapie

Okulomotoriusparese Abklärung

In diesem Fachartikel geht es um folgende Themen:

  • Definition 
  • Ursachen einer Okulomotoriusparese
  • Symptome der Lähmung des dritten Hirnnerven
  • Diagnostik der Erkrakung
  • Therapie
  • Verlauf
  • Tipps für Betroffene

Wichtige Fakten zur Lähmung des Nervus oculomotorius

Die Okulomotoriusparese bezeichnet eine sehr selten auftretende Hirnnervenlähmung. Von der Parese (leichten Lähmung) betroffen ist der 3. Hirnnerv (Nervus oculomotorius).

In den folgenden Abschnitten geht es primär darum, eventuelle Fragen zur Entstehung, Symptomatik, Diagnose und Behandlung zu klären und Ihnen so einen lückenlosen Gesamteindruck von diesem ausgesprochen komplexen Krankheitsbild zu vermitteln.

Die Okulomotoriusparese: Näheres zur Begrifflichkeit und Bedeutung

Bei dem sogenannten Nervus oculomotorius handelt es sich um den 3. Hirnnerv. Dass dieser auch als Augenbewegungsnerv bezeichnet wird, gibt bereits Aufschluss über die essentielle Rolle, die er sowohl in Bezug auf die Augenbeweglichkeit als auch auf die Wahrnehmungsfähigkeit spielt.

Konkret bedeutet dies, dass der Nervus oculomotorius einen Grossteil der äusseren und inneren Augenmuskeln innerviert, sprich aktiviert bzw. stimuliert. 

Eine Parese (Lähmung oder Störung) des 3. Hirnnerven führt somit unweigerlich zu einer Minderung der Augenbeweglichkeit und letztendlich auch zu Einschränkungen im Sehvermögen.

Eine Okulomotoriusparese kann sowohl in Verbindung mit anderen Augenmuskellähmungen als auch getrennt davon auftreten.

Das Erscheinungsbild einer Okulomotoriusparese allein ist bereits ausgesprochen komplex. Differenziert wird unter anderem zwischen einer inneren und einer äusseren sowie einer zentral oder peripher auftretenden Lähmung. 

Darüber hinaus ist zwischen einer einseitigen und einer beidseitigen Okulomotoriusparese zu unterscheiden.

Die Lähmung kann ausserdem nur einen Teil oder aber den gesamten Nervus oculomotorius in Mitleidenschaft ziehen.

Das breite Spektrum möglicher Ursachen im Diskurs

Ähnlich wie das Erscheinungsbild der Okulomotoriusparese an sich ist auch der Ursachenkatalog von einer überdurchschnittlich hohen Vielfalt geprägt. 

Dabei können die Auslöser entweder angeboren oder erworben sein, allein oder in Kombination mit anderen auftreten und für eine komplette oder partielle Lähmung des Augenbewegungsmuskels sorgen.Als Ursachen einer Okulomotoriusparese kommen infrage:

  • Blutungen, Tumore oder Infarkte im Bereich des Hirnstammes, die zu einem Ausfall des Kerns des 3. Hirnnerven (Nervus oculomotorius) und damit zu einer im Zentrum angesiedelten Lähmung (Parese) führen.
  • Entzündungen im Bereich der Nerven wie sie beispielsweise bei Krankheiten wie der basalen Meningitis, der infektiösen Sinusthrombose und der Sarkoidose auftreten.
  • Allgemeine nervliche Leiden (Neuropathien), die unter anderem Autoimmunerkrankungen des Nervengewebes und Stoffwechselerkrankungen begleiten.
  • Kompressionsmechanismen, die Druck auf den Nerv ausüben. Zu den typischen Krankheitsbildern, die mit diesem Phänomen einhergehen, zählen beispielsweise arteriovenöse Fisteln und Aneurysmen.

Ebenfalls in diese Kategorie gehört das sogenannte Clivuskantensyndrom. Dabei handelt es sich um eine zumeist durch einen Tumor verursachte Augenmuskelstörung, die durch die Kompression des Augenbewegungsnervs direkt an der Austrittsstelle aus dem Hirnstamm ausgelöst wird.

  • Ist die Lähmung im Randbereich des Nervs angesiedelt, so zählen Traumata und raumfordernde Prozesse zu den besonders häufig auftretenden Ursachen.
  • Das sogenannte Weber-Syndrom ist auf Läsionen des Hirnstammes zurückzuführen. Diese werden durch eine plötzliche Durchblutungsstörung des Gehirns, oftmals auch als Apoplex des Gehirns oder Schlaganfall bezeichnet, hervorgerufen und können unter anderem zu einer Schädigung des Nervus oculomotorius und damit zu der hier im Zentrum stehenden Okulomotoriusparese führen. Das Syndrom ist durch eine gleichseitige Okulomotoriuslähmung und eine gegenseitige Hemiparese gekennzeichnet.
  • Das Benedikt-Syndrom ist häufig die direkte Folge eines Hirnstamminfarktes. Auch andere akute Beschwerden wie Blutungen und Entzündungen im Bereich des Hirnstammes können diese sehr komplexe Form der Gewebsschädigung auslösen, die wiederum eine partielle Zerstörung der Substantia nigra (Kernkomplex im Mittelhirn), des Nucleus ruber (Ansammlung von Nervenzellen im Mittelhirn) sowie der Wurzelfasern des Augenbewegungsnervs (Nervus oculomotorius) nach sich ziehen kann. Das Benedikt-Snydrom ist durch eine gleichseitige Okulomotoriuslähmung und gegenseitige extrapyramidale Zeichen, wie Hemitremor charakterisiert.
  • Das Nothnagel-Syndrom bezeichnet ebenfalls einen Symptomenkomplex, der auf eine Läsion des Hirnstammes, genauer der im Mittelhirn befindlichen sogenannten Vierhügelregion, zurückzuführen ist. Als Hauptverursacher gelten Tumore der auf der Rückseite des Mittelhirns befindlichen Zirbeldrüse. Die Lähmung des Augenbewegungsmuskels tritt auf der Seite auf, die geschädigt wurde. Neben der Lähmung des dritten Hirnnerven tritt eine Ataxie im Kleinhirn auf.
  • Das Sinus-cavernosus-Syndrom: Für dieses ebenfalls von einem Zusammenspiel aus mehreren Symptomen gekennzeichnete Syndrom ist häufig ein durch Tumore, Traumata oder Blutungen ausgelöster Druck auf die Nervenbahnen verantwortlich. Charakteristisch sind multiple Lähmungserscheinungen, die in erster Linie die Augenmuskeln betreffen.

Hinweis: Bezüglich der Beteiligung der Pupille, deren wichtige Rolle vor allem in dem folgenden Abschnitt zur Symptomatik einer Okulomotoriusparese deutlich wird, lassen sich Unterschiede zwischen „chirurgischen“ und „medizinischen Läsionen“ feststellen.

Zu der erstgenannten Kategorie werden unter anderem Traumata, Unkusherniation (Einklemmung am Tentoriumschlitz) und Aneurysmen (Arterienerweiterungen) gerechnet, für die ausnahmslos eine Pupillenerweiterung typisch ist. 

Erklären lässt sich dies anhand der Tatsache, dass die chirurgischen Läsionenneben den Piagefässen auch die oberflächlich gelegenen Pupillenfasern im Nerv komprimieren.

Bei sogenannten medizinischen Läsionen, darunter Bluthochdruck (Hypertonie) und Diabetes mellitus, kommt es in einem Grossteil der Fälle zu keiner Pupillenbeteiligung, da lediglich der Hauptstamm von der Durchblutungsstörung (Ischämie) in Mitleidenschaft gezogen wird, die oberflächlichen Pupillenfasern jedoch verschont bleiben.

Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass die Okulomotoriusparese oftmals Teil eines Symptomkomplexes ist und häufig im Rahmen von Kombinationsstörungen auftritt.

Symptomatik: die markantesten Merkmale einer Okulomotoriusparese

Zu den markantesten Anzeichen, die auf eine Lähmung des Augenbewegungsmuskels verweisen, zählen die verminderte Fähigkeit des Auges zur aktiven Naheinstellung, im Fachjargon Akkomodation genannt, sowie eine absolute Pupillenstarre.

Aufgrund der gravierenden Unterschiede in der Symptomatik differenziert man zwischen der sogenannten partiellen und der kompletten Okulomotoriusparese.

Wissenswertes zur partiellen Okulomotoriusparese

In dieser Kategorie erfolgt eine weitere Unterteilung in eine äussere und eine innere Parese.

Die äussere Okulomotoriuslähmung

Wie die Bezeichnung bereits vermuten lässt, verursacht die äussere Okulomotoriusparese eine Beeinträchtigung der Beweglichkeit der äusseren Augenmuskulatur. Diese schlägt sich entweder in einem partiellen oder einem kompletten Funktionsverlust der beteiligten Augenmuskeln nieder.

Um genau zu sein, handelt es sich dabei um den Musculus rectus superior, den Musculus rectus medialis, den Musculus rectus inferior, den Musculus levator palpebrae superioris sowie den Musculus obliquus inferior.

Eine Bewegungseinschränkung mit Doppelbildwahrnehmungen sowie eine Schielstellung des betroffenen Auges sind häufig auftretende Symptome.

Eine unvollständige Ptosis (Herabhängen des Augenlides) sowie ein tiefstehendes, leicht nach aussen gedrehtes Auge ist eine für diese Kategorie charakteristische Fehlstellung.

Darüber hinaus neigen die Betroffenen oftmals unbewusst zu einer gleichermassen typischen Kopfzwangshaltung, die dazu dient, die Fähigkeit zum binokularen Einfachsehen trotz der aufgeführten Einschränkungen zu erhalten.

Die innere Okulomotoriusparese

Von einer inneren Okulomotoriuslähmung spricht man, wenn der Musculus ciliaris und/oder der Musculus sphincter pupillae betroffen ist/sind. 

Diese Variante ist in erster Linie an Symptomen wie einer gestörten Akkomodation (optische Naheinstellungsfähigkeit) sowie einer kompletten Pupillenstarre erkennbar.

Hinweis: Handelt es sich um eine innere Okulomotoriuslähmung, bei der es zu keiner Beteiligung der äusseren Augenmuskeln kommt, so spricht man in der Augenheilkunde von einer sogenannten Ophthalmoplegia interna.

Charakteristika einer kompletten Okulomotoriusparese

Bei dieser Form der Lähmung handelt es sich um einen vollständigen Ausfall der betroffenen Augenmuskulatur. Entsprechend kommt es hier zu einer weitaus intensiveren Ausprägung der begleitenden Krankheitszeichen und Beschwerden. 

Verbreitet sind unter anderem Symptome wie ein herabhängendes Augenlid (Ptosis), eine weitgestellte Pupille (Mydriasis) sowie eine beeinträchtigte Pupillenreaktion und Akkomodation.

Diagnosestellung und Abgrenzung zu anderen Krankheitsbildern

Trotz der Komplexität von Augenmuskellähmungen steht dem Augenarzt eine Vielzahl an Mitteln zur Verfügung, um die jeweils vorliegende Variante und die zugrundeliegenden Ursachen möglichst genau bestimmen zu können.

In Ergänzung zu einer grundsätzlich immer hilfreichen Anamnese, in der sowohl die akuten Beschwerden der Patienten erfragt als auch potentiellen Parallelen in der Familiengeschichte auf den Grund gegangen wird, kommen modernste Techniken und Verfahren zum Einsatz.

Diese dienen sowohl der Abgrenzung von anderen Beschwerden als auch der genauen Bestimmung der vorliegenden Augenmuskellähmung. Dazu zählen unter anderem Doppelbildschematavielschichtige Bewegungsanalysen und komplizierte Messungen zur Erfassung des Schielwinkels.

Die Überprüfung der Pupillenmotorik hingegen erweist sich als vergleichsweise einfach. Dabei wird der Patient dazu angehalten, einem sich bewegenden Finger oder Stab mit den Augen zu folgen und den Kopf dabei still zu halten. 

Ist eine Bewegung der Pupille in eine oder mehrere Blickrichtungen nicht möglich, so kann anhand dieser Ergebnisse der jeweils geschädigte Augenmuskel und der damit verbundene Nerv bestimmt werden.

Im Rahmen der sogenannten Differentialdiagnose wiederum werden mehrere Krankheitsbilder mit ähnlicher Symptomatik miteinander verglichen. Eine genaue Abgrenzung und Bestimmung der vorliegenden Beschwerden erfolgt mittels weiterer, in diesem Zusammenhang relevanter Untersuchungen und Tests.

In Bezug auf das Auftreten von Kombinationslähmungen ist hier abschliessend anzumerken, dass sich einige parallele Störungen leichter als andere diagnostizieren lassen. 

Während beispielsweise eine gleichzeitige Beeinträchtigung des Nervus oculomotorius und des Nervus trochlearis einer eingehenden und oftmals langwierigen Prüfung bedarf, wird ein Zusammenspiel aus Lähmungen des 3. Hirnnervs und des 6. Hirnnervs relativ schnell und leicht erkannt.

Stichwort Krankheitsverlauf unter Berücksichtigung potentieller Fehlregenerationen

Eine klare Aussage bezüglich des Krankheitsverlaufes lässt sich allein aufgrund der Komplexität des Krankheitsbildes und des Aufgabenbereiches des Nervus oculomotorius nicht treffen. 

Schliesslich übernimmt der paarig angelegte 3. Hirnnerv eine Vielzahl an Funktionen. Im Zentrum steht dabei die motorische Versorgung des Lidhebers sowie mehrerer äusserer und innerer Augenmuskeln.

Eine Störung des Nervus oculomotorius führt somit schon fast zwangsläufig zu einer Kettenreaktion, die sich letztendlich in einer Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit der Augen sowie der Augenlider äussert.

Ob eine Behandlung langfristig Erfolg zeitigt oder inwieweit die verzögerte oder ausbleibende Einleitung therapeutischer Massnahmen ernste Konsequenzen nach sich zieht, hängt gleichermassen von der im Einzelfall vorliegenden Art, der Ausprägung sowie der zugrundeliegenden Ursachen der Okulomotoriusparese ab.

Das Risiko einer Fehlregeneration nach einer Okulomotoriusparese besteht lediglich, wenn diese durch eine Kompression oder ein Trauma ausgelöst wurde, da es dabei zu einer Schädigung der endoneuralen Nervenhüllen kommt. 

Sind die Ursachen hingegen vaskulärer Natur, so bleiben diese intakt, sprich mit dem Auftreten einer Fehlregeneration, die sich in erster Linie in Form bizarrer Defekte der Augenbewegung äussert, ist nicht zu rechnen.

Gezielte therapeutische Schritte in Anlehnung an die festgestellten Ursachen

Dass es angesichts des komplexen Krankheitsbildes, der Vielfalt an potentiellen Verursachern und der zum Teil vielschichtigen Symptomatik kein einheitliches Behandlungsmodell für die Okulomotoriusparese gibt, ist einleuchtend.

Da es sich in erster Linie um eine neurologische Störung handelt, erfolgt die Therapie im Anschluss an die genaue Diagnosestellung in der Regel durch einen Neurologen.

Liegt die Ursache der Augenmuskellähmung in Durchblutungsstörungen, Tumoren oder Traumata, so gilt es, diese gezielt zu behandeln.

Der Augenarzt kommt vor allem dann ins Spiel, wenn es um die Behebung der die Augen betreffenden Symptomatik sowie eine allgemeine Optimierung des Sehvermögens geht.

Zumeist wird mindestens ein Jahr lang auf eine Besserung gewartet, bevor, sollte diese ausbleiben, eine sogenannte Schieloperation durchgeführt wird.

Der Erfolg dieser Massnahme hängt entscheidend von einer umsichtigen Nachsorge ab, die unter anderem eine konsequente Schonung von Körper und Geist umfasst. 

Darüber hinaus sollten sich Patienten selbst bei nur geringfügig erscheinenden Beschwerden, die im Anschluss an einen operativen Eingriff auftreten, unverzüglich an ihren Arzt wenden, um Komplikationen zu vermeiden.

Handelt es sich um leichtere Fälle einer Okulomotoriusparese, so hat sich die Verwendung von Prismengläsernzur Linderung der Symptome bewährt.

Grundlegendes zu Prognose und Heilungschancen

Wie bereits erwähnt spielt die der Okulomotoriusparese zugrundeliegende Ursache eine essentielle Rolle, wenn es um Aussagen bezüglich des Krankheitsverlaufes und der erfolgreichen Therapie geht.

Handelt es sich um durch Tumore oder Traumata ausgelöste Nervenschäden, so ist die Prognose ebenso schlecht, wie bei einer beidseitigen Augenmuskellähmung.

Werden hingegen Durchblutungsstörungen als Auslöser festgestellt und können diese medikamentös behandelt werden, so sind die Aussichten auf einen positiven Krankheitsverlauf gut. Vergleichbares gilt, wenn lediglich ein Auge betroffen ist.

Da es keine Massnahmen gibt, die eine Okulomotoriusparese zu verhindern vermögen, erweist sich ein frühzeitiger Arztbesuch oftmals als einzige Chance auf eine erfolgversprechende Behandlung und einen weitestgehenden Erhalt der Augengesundheit.

Möchten Sie also einen schweren Krankheitsverlauf inklusive der Entwicklung ausgeprägter Symptome vermeiden und zudem ernste Grunderkrankungen wie Tumore rechtzeitig erkennen bzw. im Idealfall ausschliessen, so sollten Sie sich bei auftretenden Sehstörungen oder anderen Augenproblemen umgehend an Ihren Arzt wenden.

Weiterführende Tipps für Betroffene und Angehörige

Die Diagnose Okulomotoriusparese kann für die Patienten selbst bei behandelbaren Auslösern frustrierend sein. Schliesslich handelt es sich hier in der Regel um ein Phänomen, dass je nach Ausprägung bis zu einer sicht- und fühlbaren Besserung viel Geduld erfordert.

Darüber hinaus geht ein Grossteil der unterschiedlichen Typen der Okulomotoriusparese mit einer gravierenden Einschränkung des Sehvermögens einher. 

Neben einem durch die reduzierte Auswahl an Blickwinkeln verringerten Reaktionsvermögen können andere physische Beschwerden wie beispielsweise Nackenverspannungen durch die eingenommene zwanghafte Kopfhaltung hinzukommen.

Wie also lässt sich die Lebensqualität der Betroffenen verbessern oder genauer: Können Patienten aktiv an einer Optimierung ihres Zustandes mitwirken? Und welche Aufgabe kommt ihren Angehörigen zu?

  • Um langfristig nur einigen der genannten Ursachen einer Okulomotoriusparese wie Durchblutungsstörungen entgegenzuwirken, gibt es kein besseres Mittel als eine gesunde Lebensweise, die bei einer ausgewogenen, vitalstoffreichen Ernährung beginnt und bei regelmässiger körperlicher Bewegung aufhört. Auf diese Weise wird das Immunsystem gestärkt und die Allgemeingesundheit gefördert.
  • Im Rahmen der kurzfristigen Massnahmen, die für den Zeitraum von der Diagnose bis zur Genesung die Lebensqualität der Betroffenen verbessern, spielt der Aspekt der Sicherheit eine wichtige Rolle. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass die Patienten ihre Einschränkung als solche anerkennen und sich nicht aus einer zwanghaften Selbstüberschätzung heraus unnötigen Gefahren aussetzen.
  • Dass Patienten mit einer Okulomotoriusparese nicht mehr aktiv am Strassenverkehr teilnehmen können, erklärt sich von selbst. Im eigenen Heim lassen sich kleinere Unfälle vermeiden, indem potentielle Hindernisse aus dem Weg geräumt werden und jedem Möbelstück oder anderem Objekt ein fester Standort zugeteilt wird.
  • In jedem Fall kann eine sowohl tatkräftige als auch mentale Unterstützung aus dem Familien- und Freundeskreis depressive Anwandlungen und andere seelische Störungen der unter einer Okulomotoriusparese leidenden Patienten verhindern. Auch das Risiko des sozialen Rückzugs und einer damit einhergehenden zunehmenden Vereinsamung der Betroffenen lässt sich auf diese Weise erheblich einschränken.

Wenn Sie an Doppelbildern eventuell mit einer Pupillenerweiterung und/oder einem herabhängenden Oberlid leiden, können Sie sich gerne bei unserem Augenarzt in Zürich Opfikon untersuchen lassen.

Augenarzt Dr. Nagy Autor

Autor:
Dr. med. (H) Richard Nagy, Facharzt für Ophthalmologie, FMH, FEBO

Menü schliessen