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Dr. Richard Nagy

Dr. med. (H) Richard Nagy, Facharzt für Augenheilkunde FMH, FEBO. Die Fachartikel auf meiner Webseite entsprechen dem aktuellen Stand der Wissenschaft! Alle Quellen finden Sie am Ende das jeweiligen Artikels.
Augenarzt werden

Für viele junge Menschen ist der Beruf eines Augenarztes sehr interessant, denn beinahe jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens bei einem Augenarzt vorstellig werden und erkennt dadurch auch, wie umfangreich dieser Beruf sein kann. Die Lösung von Problemen und allgemein eine Fachkenntnis zu haben, macht bei vielen diesen Reiz aus.

Zudem bietet diese Tätigkeit auch eine gewisse Sicherheit, denn Augenärzte haben immer viel zu tun und können nicht durch Roboter oder Apps ersetzt werden. Weiterhin besteht auch eine gewisse Nachfrage, denn vor allem in ländlichen Gebieten gibt es kaum noch Termine für einen Augenarzttermin.

Interessenten sehen daher sehr viel Potenzial darin, eine eigene Augenarztpraxis zu eröffnen und hierin neue Ideen einfliessen zu lassen. Allerdings gibt es auch einiges zu beachten. In diesem Ratgeber wird geschildert, was einem zukünftigen Augenarzt erwartet.

Welche Voraussetzungen gibt es für den Karrierestart?

Die wichtigste Voraussetzung ist in erster Linie das Abitur mit einem guten bis sehr guten Notendurchschnitt, zudem wird intensiv auf die Kenntnisse in den Fächern Latein und Biologie geachtet. Von Vorteil ist auch ein technisches Verständnis, da in der Praxis immer mehr mit neuen Technologien gearbeitet wird. Eine gute Kommunikationsfähigkeit ist zusätzlich notwendig, damit Ängste oder Beschwerden der Patienten verstanden werden. Das ist häufig schwieriger als gedacht, vor allem für einen Karrierestarter.

Wie verläuft das Studium?

Sollten die Basis-Voraussetzungen bestehen, dann kann das Medizinstudium angefangen werden, hierfür sind mindestens zwölf Semester erforderlich, weiterhin ist auch der Abschluss von einem Staatsexamen eine Voraussetzung, denn erst dann kann das Arztdiplom in der Schweiz (die Approbation in Deutschland) erlangt werden.

Nach dem Erwerb des Arztdiploms (nach der Genehmigung der Approbation in Deutschland) ist eine weitere Ausbildung notwendig. Der Arzt muss nämlich mindestens vier Jahre in der Schweiz (fünf Jahre in Deutschland und Österreich) in einer Augenklinik gearbeitet haben und nebenbei auch die Fortbildung zum Facharzt für Augenheilkunde absolvieren. Erst dann kann eine eigene Augenarztpraxis eröffnet werden.

Durchaus gibt es auch einige, welche sich nicht Selbstständig machen wollen, diese können weiterhin in einer Fachklinik weiterarbeiten und so in der Karriereleiter aufsteigen – Oberarzt zu werden ist für viele auch ein Ziel, mit Glück wird es sogar etwas mit dem Titel zum Chefarzt.

Die Arbeit in einer Fachklinik ist meistens nötig, denn jeder Selbstständige benötigt auch zuerst ein gewisses Kapital, um eine Praxis eröffnen zu können. Die technischen Grundausstattungen sind nämlich nicht günstig. 

Welche Aufgabenbereiche hat ein Augenarzt?

Zu den wesentlichen Tätigkeiten zählt die Ermittlung der Sehschärfe, welche im Anschluss möglicherweise auch korrigiert werden muss. Ein Augenspezialist verwendet dafür moderne Diagnosegeräte und umfangreiche Sehtests, hierbei geht es dann auch darum, ob Farben richtig wahrgenommen werden oder auch das räumliche Sehen funktioniert. Diese Untersuchungen sind zum Beispiel im Vorfeld einer Führerscheinprüfung notwendig.

Weiterhin gehört es selbstverständlich zum Aufgabenbereich, dass Augenerkrankungen diagnostiziert und behandelt werden. Eine dieser Tätigkeiten ist zum Beispiel, dass der Augeninnendruck gemessen wird, möglicherweise muss auch ein chirurgischer Eingriff durchgeführt werden. Das ist auch in Notfallsituationen notwendig, wenn zum Beispiel ein Fremdkörper in das Auge des Pateinten gelandet ist.

Die Augenerkrankungen und auch die Mittel zur Diagnose und Behandlung sind äußerst vielseitig.

Ist es sinnvoll eine eigene Augenarztpraxis zu eröffnen?

Ein selbstständiger Augenarzt trägt das finanzielle Risiko stets mit sich selbst, hierüber sollte sich jeder Augenarzt stets im Klaren sein. Das Risiko eines Verlustes ist aber geringer als in anderen Bereichen, denn Augenarztpraxen gibt es sowohl hier in der Schweiz als auch in den Nachbarländern wie Deutschland und Österreich eher selten.

Wenn die finanziellen Möglichkeiten bestehen und sich unter Umständen auch Unterstützung gesucht wird, dann ist es sicherlich möglich, dass die Praxis ein Erfolg wird. Die Verdienstmöglichkeiten sind unbegrenzt, aber im Vordergrund sollte eine hervorragende und qualitative Beratung und Behandlung stehen. Diese Leistungsfähigkeit entscheidet über den Verdienst und über mögliche Weiterempfehlungen der Patienten.

Fazit – lohnt es sich?

Augenarzt werden ist sinnvoll, wenn so wird anderen Menschen geholfen. Insbesondere heutzutage ist die Nachfrage sehr hoch, denn immer mehr Menschen leiden aufgrund diverser Faktoren an einer schlechten Augengesundheit.