Augenlidfehlstellungen: Ektropium und Entropium

Augenlider

Augenlidfehlstellungen: Entropium versus Ektropium

Bei den Lidfehlstellungen unterscheidet die Medizin in erster Linie zwischen zwei Formen: der Einwärtsdrehung des Augenlides, im Fachjargon Entropium genannt, sowie der Auswärtsdrehung des Augenlides, dem Ektropium.

In einem Grossteil der Fälle handelt es sich hierbei um Phänomene, die sich in erster Linie am Unterlid zeigen und mit zunehmendem Alter auftreten. Jedoch können auch Infektionen, Narben und Verletzungen zu einer Lidfehlstellung führen. 

Um die gesamte Tragweite dieser Krankheitsbilder begreifen zu können, wird im Folgenden in einem ersten Schritt auf die Funktion der Augenlider eingegangen. 

Im Anschluss sollen die beiden primären Fehlstellungen, ihre Entstehung, Symptomatik sowie ihre potentielle Behandlung etwas eingehender betrachtet werden.

Da jede Beeinträchtigung der Augenlider unweigerlich auch negative Auswirkungen auf das Auge im Allgemeinen und die Sehkraft im Besonderen haben kann, raten wir bereits an dieser Stelle, dass Sie selbst die kleinste Veränderung an den Augenlidern möglichst zeitnah von einem Augenarzt begutachten lassen.

Wissenswertes zu Aufgabe & Funktion der Augenlider

Jedes Auge verfügt über ein Ober- und ein Unterlid. Dass das obere Augenlid grösser ist, wird vor allem beim Schliessen der Augen erkennbar. 

Die Verbindung zu den Muskeln in der Augenhöhle wird von Bändern geleistet. Während die zwischen Ober- und Unterlid befindliche Öffnung als Lidspalte bezeichnet wird, spricht man bei den Stellen, an denen beide Lider aufeinandertreffen, von den sogenannten Lidwinkeln. 

Das Tränenwärzchen ist zusammen mit den beiden Tränenröhrchen am inneren Lidwinkel lokalisiert.

Eine der wichtigsten Aufgaben der Augenlider besteht in einer gleichmässigen Benetzung der Augenoberfläche mit Tränenflüssigkeit. 

Diese wiederum sorgt dafür, dass sich die Augen bei Bedarf rasch schliessen können. Konkret handelt es sich dabei um einen direkt durch das Auge und nicht durch das Gehirn gesteuerten Reflex, der das Augeninnere unter anderem vor fliegenden Insekten oder kleineren Partikeln schützt.

Die Verteilung der Tränenflüssigkeit von der Tränendrüse im oberen äusseren Bereich über die gesamte Augenoberfläche bis in den inneren unteren Bereich, wo sich die Tränenkanäle befinden, wird durch regelmässige Lidschläge erreicht.

Eine Fehlstellung sowie eine daraus häufig resultierende Fehlfunktion der Augenlider kann zu einer unzureichenden Versorgung der Augen mit der essentiellen Tränenflüssigkeit führen. 

Symptome wie trockene Augen, Fremdkörpergefühl, Rötungen sowie eine grundsätzliche Neigung zu raschen Irritationen sind nur einige der möglichen Folgen. Schliessen sich die Augen bei drohender Gefahr nicht schnell genug, so kann es zudem zu Verletzungen und Entzündungen kommen.

Zusammenfassend können Lidfehlstellungen also zu einer Beeinträchtigung der natürlichen Barriere der Augenoberfläche, die primär durch die regelmässige Benetzung mit Tränenflüssigkeit geschaffen wird, führen. 

Darüber hinaus verändert eine Lidfehlstellung auch den individuellen Gesichtsausdruck, sprich die Mimik, nachteilig.

Diagnose Ektropium: das Krankheitsbild erkennen & erfolgreich behandeln

Ektropium: Auswärtsdrehung des Augenlides

Gleichwohl eingangs bereits einige der Hauptursachen für die Entstehung eines Ektropiums benannt wurden, soll in diesem Abschnitt etwas genauer auf die potentiellen auslösenden Faktoren sowie die markantesten Symptome eingegangen werden.

Verschiedene Typen & potentielle Ursachen

Die Auswärtsdrehung des Augenlides wird besonders häufig durch eine eingeschränkte Lidspannung verursacht, die vor allem durch ein Erschlaffen der Lidmuskeln in Verbindung mit dem natürlichen Alterungsprozess entsteht. 

In der Augenheilkunde spricht man in diesem Fall von einem altersbedingten Ektropium bzw. Ectropium senile.

An zweiter Stelle der häufigsten Ursachen für eine derartige Erschlaffung des Augenlides wird eine Gesichtslähmung, in der Medizin auch Fazialisparese genannt, angegeben. 

Verantwortlich ist hier vor allem eine Störung des Nervus facialis, die wiederum Lähmungserscheinungen der mimischen Muskeln nach sich zieht. 

Entsprechend der Lähmung, die für diese Form der auswärts gerichteten Lidfehlstellung verantwortlich ist, lautet der medizinische Fachbegriff hier paralytisches Ektropium.

Tumore, Narben sowie ein grundsätzliches Schrumpfen der Haut können in seltenen Fällen ebenfalls zu einem Ektropium führen. Allen Faktoren ist gemeinsam, dass sie das Augenlid nach aussen ziehen. 

Werden Tumore als Auslöser für die Lidfehlstellung festgestellt, so handelt es sich um ein mechanisches Ektropium. Ein Narbenektropium bzw. Ectropium cicatriceum wiederum wird von Narben hervorgerufen.

Der Vollständigkeit halber ist hier ausserdem auf das sehr selten vorkommende Ectropium congenitumhinzuweisen. Dabei handelt es sich um eine Lidfehlstellung, die von Geburt an besteht.

Hinweis: Während das Ectropium senile ausschliesslich am Unterlid auftritt, können sich die anderen Formen der auswärts gekehrten Fehlstellung gleichermassen am Ober- und Unterlid zeigen.

Symptomatik & Diagnosefindung

Abgesehen von rein optischen Aspekten ist das Herabsacken des Unterlides auch medizinisch bedenklich. 

Denn verliert die Lidkante im Laufe dieses Prozesses ihren Kontakt zur Augenoberfläche, so äussert sich dies unter anderem in Form von unangenehmen Begleiterscheinungen wie einem ununterbrochenen Tränen des betroffenen Auges. 

Darüber hinaus kann es rasch zu Entzündungen kommen, da die empfindliche Schleimhaut der inneren Seite des Augenlides nunmehr nur unzureichend befeuchtet wird. Rötungen, Juckreiz und Brennen sind die Folge.

Die Diagnose eines Ektropiums ist aufgrund der markanten Fehlstellung des Lides besonders einfach. Genauer: Der Ausdruck ‚hängendes‘ Lid ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Lidkante auswärts gerichtet ist und die Bindehaut somit ganz ungeschützt und offen liegt. 

Eine häufige Begleiterscheinung, die die Diagnose bestärkt und vor allem aufgrund der für die Lidfehlstellung charakteristischen unzureichenden Befeuchtung der Augenoberfläche auftritt, ist die sogenannte Konjunktivitis bzw. chronische Bindehautentzündung, für die wiederum trockene, gerötete und brennende Augen bezeichnend sind.

Die Untersuchung durch den Augenarzt umfasst in der Regel den Einsatz einer Spaltlampe. Diese ermöglicht eine genaue Bestimmung des Grades der Beeinträchtigung und Reizung, den die freiliegende Bindehaut durchlaufen hat. 

Ob die Hornhaut durch die unzureichende Befeuchtung ebenfalls geschädigt ist, kann ebenfalls mithilfe der Spaltlampe festgestellt werden.

Mit Blick auf die unterschiedlichen Formen des Ektropiums ist es leicht nachzuvollziehen, dass der Verdacht auf eine spezifische Ursache wie beispielsweise die Lähmung beim paralytischen Ektropium zusätzliche Tests notwendig macht. 

Darüber hinaus können diese auch dabei helfen, bestimmte Typen des Ektropiums auszuschliessen und auf diese Weise der korrekten Bestimmung des vorliegenden Krankheitsbildes und seiner Ursachen näherzukommen.

Verlauf & Prognose

Für einen optimalen Krankheitsverlauf mit sehr guten Heilungschancen ist eine rechtzeitig eingeleitete, gezielte Therapie ausschlaggebend. Im Idealfall klingt die Fehlstellung dann zu hundert Prozent und ohne nennenswerte Folgen wieder ab.

Wird eine augenärztliche Behandlung jedoch unnötig lange hinausgezögert oder aber zu Massnahmen gegriffen, die für die jeweilige Form ungeeignet oder unzureichend sind, so ist ein ungünstiger Verlauf inklusive der Entwicklung weiterer Krankheitssymptome vorprogrammiert.

Abgesehen von der besonders häufig auftretenden chronischen Bindehautentzündung kann es auch zu einer sogenannten Keratokonjunktivitis, sprich Hornhautentzündung kommen. 

Beide Krankheitsbilder sind in erster Linie auf die ausbleibende Befeuchtung sowie den mangelhaften Schutz von Bindehaut bzw. Hornhaut zurückzuführen. 

Das wohl schlimmste Szenario ist eine fortschreitende Hornhautentzündung, die das Ablösen der Hornhaut, starke Schmerzen sowie ein Nachlassen des Sehvermögens bis hin zum vollständigen Verlust der Sehkraft nach sich zieht.

Therapeutische Massnahmen

Die Behandlungsmethoden eines Ektropiums variieren je nach erkannter Ursache. In der Regel dienen Augentropfen und Salben dazu, die oben aufgeführten Symptome zu lindern. Erfolgt die Therapie rechtzeitig, so heilen einige leichtere Formen des Ektropiums im Idealfall von selbst ab.

Bei einem paralytischen Ektropium beispielsweise bildet sich die Lähmung im Gesicht oftmals von selbst zurück. Hier wird der Augenarzt also vorerst abwarten und als Überbrückung Tropfen und Salben verschreiben, um die Augen feucht zu halten.

Andere Typen wiederum bedürfen auf lange Sicht einer operativen Korrektur. Dabei wird das betroffene Augenlid wieder eng am Auge befestigt, so dass in Zukunft unter anderem eine optimale Befeuchtung des Lides gewährleistet ist.

Eine häufige Methode umfasst den Einsatz einer Zügelplastik, mit der die Lidkante gestrafft wird. Der wichtigste Schritt besteht in einer Fixierung des seitlichen Randes des Lidknorpels an der Knochenhaut der seitlichen Augenhöhle. 

In einigen Fällen ist ausserdem eine Neupositionierung des Tränenpünktchens sowie die Verwendung eines Hauttransplantates aus dem Oberlid vonnöten.

Je früher dieser Eingriff durchgeführt wird, desto grösser sind die Erfolgsaussichten. Neben einer zum Teil vollständigen Wiederherstellung der Lidfunktion profitieren Patienten bei dieser Operation auch von einer sehr guten kosmetischen Korrektur.

Bei einem mechanischen Ektropium sollte der für die Fehlstellung verantwortliche Tumor entfernt werden.

Anmerkungen zur Prävention

In Bezug auf die Prävention eines Ektropiums lässt sich hier einschränkend anmerken, dass nicht allen Formen gleichermassen gut vorgebeugt werden kann. 

Einem altersbedingten Erschlaffen der Lidmuskulatur beispielsweise lässt sich oftmals nur mit Augenübungen entgegenwirken. Ob dies jedoch letztendlich das Bilden einer Fehlstellung verhindern kann, ist ungewiss.

Grundlegende Massnahmen, um das Auge inklusive seiner Lider zu schützen, gesund zu erhalten und bei bereits vorhandenen Symptomen eine Eskalation zu vermeiden, sind:

  • Tränen Ihre Augen, so sollten Sie grundsätzlich nach oben und innen und nicht nach unten und aussen wischen.
  • Schützen Sie Ihre Augen vor Verletzungen, die gemeinsam mit einer Narbenbildung auch das Risiko einer Lidfehlstellung in sich tragen. Greifen Sie beispielsweise bei bestimmten Tätigkeiten oder Aktivitäten wie dem Fahrradfahren auf eine Schutzbrille zurück, um zu verhindern, dass Fremdkörper in Ihr Auge gelangen und hier für gefährliche Wunden sorgen.
  • Suchen Sie bei Entzündungen der Lidränder und der Bindehaut Ihren Augenarzt auf und lassen Sie sich in Bezug auf eine optimale Therapie aufklären. Halten Sie sich bis zur vollständigen Genesung an die Vorgaben Ihres Arztes und sehen Sie unbedingt davon ab, die Behandlung vorzeitig abzubrechen.

Diagnose Entropium: die wichtigsten Fakten auf den Punkt gebracht

Entropium: Einwärtsdrehung des Augenlides

Das Entropium bildet, wie bereits beschrieben, das Gegenstück zu dem sogenannten Ektropium. Während das Augenlid bei Letzterem nach aussen gedreht ist, ist das Entropium an einer deutlichen Einwärtsdrehung erkennbar. 

Eine grosse Gefahr dieser Fehlstellung besteht in der unmittelbaren Nähe zwischen Wimpern und Augen. Oder genauer ausgedrückt: Bei jedem Lidschlag schleifen die Wimpern über das ungeschützte Auge, was längerfristig zu schweren Schäden führen kann. 

Entsprechend gross ist der Handlungsbedarf, der in erster Linie die schnellstmögliche Konsultation eines Augenarztes und die akribisch genaue Befolgung der von ihm verschriebenen therapeutischen Massnahmen umfasst. 

Inwieweit es in puncto Ursachen, Symptomatik, Diagnosestellung und Therapieformen Parallelen und Unterschiede zwischen den beiden primären Varianten von Lidfehlstellungen gibt, sind Aspekte, die in den folgenden Abschnitten genauer beleuchtet werden sollen.

Ursachenfindung & Unterteilung in Typen

Ein Grossteil der Faktoren, die für die Bildung einer Einwärtskehrung des Augenlides verantwortlich gemacht werden, ähneln den Ursachen, die bereits für das Ektropium aufgeführt wurden.

Als häufigste Ursache für die Entstehung eines Entropiums wird ein unausgewogenes Verhältnis der Zugkraft unterschiedlicher Augenlidmuskeln genannt. 

Dieser Zustand wird, wie oben bereits diskutiert, in erster Linie durch die im Alter zunehmend kraftloser werdende Lidmuskulatur ausgelöst. Entsprechend spricht man auch hier von einem altersbedingten Entropium bzw. einem Entropium senile.

Kommt es auf der Bindehaut des Augenlides zur Bildung von Narben, so kann dies zu der Entstehung des sogenannten Entropiums cicatriceum bzw. des Narbenentropiums führen.

Bei dem Entropium congenitum wiederum handelt es sich um eine angeborene Einwärtskehrung des Augenlides, die bei Säuglingen unter anderem aufgrund eines nur mangelhaft entwickelten Unterlides oder eines zu kleinen Auges mit nach innen gedrehtem Oberlid auftritt.

Als Entropium spasticum wird eine von einem Lidkrampf verursachte Fehlstellung des Augenlides bezeichnet.

Einschlägige Krankheitszeichen & Diagnosestellung

Durch das Scheuern der Wimpern auf dem Auge kommt es zu anhaltenden Irritationen, die sich unter anderem in Form von eitrigen, verklebten und geröteten Augen zeigen. 

Eine Beeinträchtigung der Sehschärfe des in Mitleidenschaft gezogenen Auges ist die Folge von durch die permanente Reibung verursachten winzigen Verletzungen auf der Hornhaut, die unter anderem Entzündungen und Vernarbungen auslösen können.

Ein einwärts gedrehtes Lid kann von einem Augenarzt anhand seiner unverkennbaren Fehlstellung ebenso schnell diagnostiziert werden wie sein nach aussen gekehrtes Pendant. 

Auch hier findet die Spaltlampe Verwendung, um das Ausmass bereits vorhandener Schäden festzustellen. 

Dabei wird sowohl die Stärke, mit der die Wimpern des nach innen gekehrten Augenlides die Hornhaut und Bindehaut streifen, berücksichtigt als auch eine Bestandsaufnahme über die daraus bereits entstandene Reizung bzw. sonstige Beeinträchtigung des Auges versucht.

Informationen zu therapeutischen Massnahmen

Wie beim Ektropium auch hängen Art und Umfang der von Ihrem Augenarzt eingeleiteten Schritte massgeblich von der Ursache sowie der Stärke der nach innen gerichteten Lidfehlstellung ab.

Leichtere Fälle lassen sich oftmals bereits mithilfe eines am Unterlid fixierten Heftpflasters korrigieren. Dieses soll durch den starken Zug, der auf das Lid ausgeübt wird, für eine automatische Rückbildung des Entropiums sorgen.

Eine Alternative ist die sogenannte Schöpfer-Naht, bei der Ihr Augenarzt das Lid mit einem Faden in seine ursprüngliche Position bringt.

Lässt sich die Fehlstellung nicht mithilfe der genannten Massnahmen beheben und handelt es sich um chronische oder besonders stark ausgeprägte Beschwerden, so folgt ein operativer Eingriff, der in der Regel ambulant bei örtlicher Betäubung durchgeführt wird. 

Das vorrangige Ziel der Operation besteht auch hier darin, die ursprüngliche Stellung des Unterlides wieder herzustellen. 

Erreicht wird dieses Ansinnen ebenso wie bei der nach aussen gerichteten Fehlstellung durch die operative Lidstraffung, auch unter dem Begriff laterale Zügelplastikbekannt.

Führen die genannten Behandlungswege nicht zu dem gewünschten Erfolg, so wird oftmals auf eine Kontaktlinse zurückgegriffen. 

Deren Aufgabe besteht darin, eine künstliche Distanz zwischen Wimpern und Hornhaut zu schaffen und auf diese Weise weitere schädigende Reibungen zu verhindern.

Hat das Entropium die Hornhaut bereits beeinträchtigt, so unterstützen häufig vom Augenarzt verschriebene Augensalben den Regenerations- und Heilungsprozess.

Nach einer gezielten Behandlung des Entropiums ist die Prognose in der Regel recht gut. Jedoch ist es selbst bei einem aus medizinischer Sicht optimalen Verlauf nicht ausgeschlossen, dass es in Zukunft erneut zu einer Fehlstellung kommt. 

In der Fachsprache wird dieses Phänomen, das vor allem in Verbindung mit einem altersbedingten Entropium auftritt, als Rezidiv bezeichnet.

Die Form, bei der es besonders häufig zu einer unkomplizierten Rückbildung ohne medizinisches Eingreifen kommt, ist die angeborene Einwärtskehrung des Augenlides.

Eine Operation kann in einem Grossteil der Fälle eine dauerhafte Korrektur der Fehlstellung bewirken.

Unbehandelt kann das Entropium jedoch zu einer chronischen Reizung der Hornhaut führen, die letztendlich in einer drastischen Schwächung des Sehvermögens, im schlimmsten Fall sogar in einer Erblindung des betroffenen Auges resultieren kann.

Frühzeitige Therapie als Voraussetzung für eine gute Prognose

Wie bei allen Beschwerden, die die Augen selbst sowie ihre unmittelbare Umgebung betreffen, sollten Sie auch bei den oben beschriebenen Symptomen nicht zögern, sondern sich schnellstmöglich an Ihren Augenarzt wenden.

Zum einen greifen Sie damit rechtzeitig ins Krankheitsgeschehen ein und können im Idealfall auf diese Weise eine Verschlimmerung mit zum Teil ernsten Folgen verhindern. 

Zum anderen wird Sie Ihr Augenarzt auch mit Arzneimitteln versorgen, die die typischen Symptome unmittelbar zu lindern vermögen und somit eine Verbesserung der Sehschärfe und des allgemeinen Augenkomforts versprechen.

Bedenken Sie zudem, dass eine zu lange Wartezeit wie bereits beschrieben zu ernsten Sehstörungen bis hin zur Erblindung führen kann. 

Konsultieren Sie jedoch rechtzeitig Ihren Augenarzt, so kann dieser den Grad Ihrer Beschwerden sowie deren Ursachen bestimmen und gezielt gegen ein Fortschreiten der Erkrankung angehen.

Abschliessend ist noch darauf zu verweisen, dass es neben den in diesem Beitrag beschriebenen Lidfehlstellungen in Form eines nach innen gerichteten Lidrandes sowie seines nach aussen weisenden Gegenstücks eine weitere bekannte Variante der Lidfehlstellung gibt.

Konkret handelt es sich dabei um das Krankheitsbild Ptosis, das sowohl das Hängen eines einzigen Oberlides als auch alternativ beider Oberlider beschreibt. 

Neben einem reduzierten Gesichtsfeld und einer Minderung der Sehschärfe beklagen sich Betroffene auch über ein grundsätzlich störendes Gefühl, das von dem herabhängenden Oberlid herrührt. 

Tritt die Ptosis im frühen Kindesalter auf, so ist dies oftmals auf eine Entwicklungsstörung zurückzuführen. Um bleibende Schäden zu verhindern, wird hier oftmals der operative Eingriff empfohlen.

Zusammenfassung

Ein Ektropium kann durch den fehlenden Lidschluss zur Austrocknung der Hornhaut führen. Die Einwärtskehrung des Unterlides, auch Entropium genannt kann durch den Kontakt der Wimpern mit der Hornhaut die Hornhautoberfläche beschädigen.

Beide Augenlidfehlstellungstypen müssen zeitnah korrigiert werden, damit grössere Hornhatschäden vermieden werden können.

Wenn Sie eine Fehlstellung des Unterlides haben oder Sie möchten ihre Augenlider fachärztlich beurteilen lassen, steht Ihnen unser Augenarzt in Zürich Opfikon 6 Tage die Woche zur Verfügung.

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