Wochenlinsen (2-Wochen-Linsen)

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Wochenlinsen (2-Wochen-Linsen)

Kategorien: BehandlungenVeröffentlicht am: 30. Juli 2022Von 5,6 min LesezeitAktualisiert: 6. Dezember 2023
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Inhaltsverzeichnis

wochenlinsen

Wochenlinsen kurz und einfach erklärt

Der Begriff macht es deutlich – es sind Kontaktlinsen mit einem kürzeren, näher definierten Wechselintervall. Abhängig von Marke, Modell und der vorgegebenen Tragedauer lassen sich diese Kontaktlinsen eine Woche bis zu maximal 14 Tage tragen. Aus diesem Grunde werden sie alternativ auch als 14-Tageslinsen bezeichnet.

Die tägliche Tragedauer ist auf bis zu 16 Stunden ausgerichtet. Demzufolge werden die Linsen während der Nacht aus den Augen entfernt, gepflegt und fachgerecht gelagert.

Bevorzugt werden die 14-Tageslinsen von Patienten, die ihre Sehhilfen Brille und Kontaktlinsen gerne im Wechsel tragen. Dafür gibt es vielfältige persönliche Gründe. Weitere ebenso gefragte wie beliebte Kontaktlinsen sind Tageslinsen zur einmaligen Verwendung, sowie Monatslinsen.

Weiches Material erhöht Tragbarkeit von Wochenlinsen

Die überwiegende Zahl der Wochenlinsen wird aus dem Material Silikon-Hydrogel hergestellt. Hydrogel ist ein Gel aus Polymer. Es ist wasserunlöslich und kann Wasser binden.

Silikon-Hydrogel ist ein weiches Material für Kontaktlinsen, das eine höhere Sauerstoffdurchlässigkeit mit Wassergehalt kombiniert – so gewährleisten die Wochenlinsen einen optimalen Komfort sowie ein Höchstmass an Augengesundheit. Auch trockene Augen werden während der gesamten 14-tägigen Tragezeit in ausreichendem Mass mit Sauerstoff versorgt. Gleichzeitig bewirkt das Silikon-Hydrogel eine Verringerung von Augenreizungen.

Wochenlinsen sind nicht zu verwechseln mit der anderen Kontaktlinsenart – einwöchig tragbaren Dauerlinsen. Die können, ebenso wie Tageslinsen, als Einweglinsen nur einmal getragen werden – also ohne sie auszuwechseln.

Demzufolge sollte der Patient beim Optiker genau definieren, dass er Wochenlinsen als Mehrweglinsen für den ein- bis zweiwöchigen Gebrauch wünscht respektive braucht. So kann der

Besonderheiten mit Alleinstellungsmerkmal

Die Variante 14-Tageslinsen ist aufgrund ihrer Vorteile und einfachen Handhabung in der Schweiz landesweit überaus beliebt und wird dementsprechend viel getragen. Sie passen sich aufgrund der Weichheit des Materials geradezu perfekt nahezu jeder Form einer Hornhautverkrümmung an. Insofern werden sie als Fremdkörper im Auge gar nicht wahrgenommen.

Der Wasseranteil an Wochenlinsen liegt für alle Marken und Modelle bei durchschnittlich etwa 60 Prozent – Stichwort: maximaler Tragekomfort. Das dünne und gleichzeitig weiche Material ist der Garant für die Sauerstoffversorgung der Hornhaut.

Korrektur von Fehlsichtigkeit

Mit Wochenlinsen lässt sich jede gängige Fehlsichtigkeit korrigieren Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit sowie auch eine Hornhautverkrümmung.

Darüber hinaus kann selbst eine Alterssichtigkeit, die fachsprachliche Presbyopie, ausgeglichen werden. Grund und Anlass dafür ist ein ganz normaler Alterungsprozess der Augenlinse, wodurch das Sehen im Nahbereich zunehmend unschärfer wird. Erste Symptome von Alterssichtigkeit sind ab den 40er-Lebensjahren möglich.

Durch das Haften der ausgesprochen weichen Wochenlinsen an der Tränenflüssigkeit auf der Augenoberfläche bewegen sich die weichen Linsen auf eine ganz natürliche Weise mit.

Beim erstmaligen Wochenlinsenkauf ist es empfehlenswert, sich vom Augenarzt beziehungsweise von einem Optiker beraten zu lassen. Entscheidend ist die punktgenaue Auswahl mit Marke, Modell, Preis und Dioptrien – im Handel verfügbar von +2.00 bis –9.00.

Wochenlinsen und Nutzungsmöglichkeiten

Aus medizinischer Sicht bevorzugen Brillenträger den sporadischen oder anlassbezogenen Wechsel zu 14-Tageslinsen – Stichwort: Job, Sport, Hobby und Freizeit.

Weiterhin sind diese Kontaktlinsen ein geeigneter Test für Neulinge unter den Kontaktlinsenträgern. Das täglich notwendige Einsetzen und Herausnehmen ist ein ideales Learning by Doing. Die Gefahr durch Krankheitserreger bleibt recht gering – und nach spätestens 14 Tagen werden die Kontaktlinsen ohnehin alt gegen neu ausgetauscht.

Mehr der Vollständigkeit halber wird an dieser Stelle erwähnt, dass diese Kontaktlinsenart auch aus kosmetischen Gründen getragen werden – können. Die Anlässe für farbige 14-Tageslinsen reichen von der Party bis zu Events wie Silvester, Halloween und Fasnacht.

Wochenlinsen Vorteile vs. Nachteile

Das Wichtigste zuerst: Mit ihnen lässt sich nahezu jede Fehlsichtigkeit ausgleichen. Sie sind vom Preis her auch deutlich günstiger als Tageslinsen, die nach dem einmaligen Gebrauch, buchstäblich am Tagesende, abgenutzt sind.

Für empfindliche Augen können die 14-Tageslinsen aufgrund der Weichheit ihres Materials eine regelrechte Wohltat sein. Bedingt durch die in etwa halbierte Tragezeit gegenüber den Monatslinsen ist die Gefahr von unhygienischen Ablagerungen dementsprechend geringer.

Und – der hohe Flüssigkeitsgehalt von rund 60 Prozent hat eine schonende Wirkung auf die Augen.

Auch bei einem kritischen Vergleich mit anderen Varianten lässt sich kein Nachteil der Wochenlinsen feststellen – für ihren Zweck sind sie einfach alternativlos.

Gesundheit & Hygiene

Generell ist Gesundheit & Hygiene das A und O beim Tragen von Kontaktlinsen. Sie dürfen ausschliesslich mit absolut sauberen Fingern angefasst werden. Unmittelbar davor sollten die Hände mit Seife gründlich gewaschen und mit einem ebenfalls sauberen, fusselfreien Handtuch abgetrocknet werden.

Behältnis sowie Flüssigkeit für die Wochenlinsenreinigung sollten regelmässig ausgetauscht werden. Bei einem angebrochenen Reinigungsmittel muss das Mindesthaltbarkeitsdatum, kurz MHD beachtet werden. Medikamente können die Verträglichkeit von Kontaktlinsen auch verschlechtern. Das betrifft beispielsweise einige Beta-Blocker, Antibiotika, Antihistaminika, Antidepressiva und auch die Anti-Baby-Pillen.

Keime in der Reinigungsflüssigkeit sind ein absolutes No-Go – die Öffnung des Reinigungsbehältnisses darf nicht berührt werden. Und – das Tragen von 14-Tageslinsen über die vorgesehene Zeit hinaus ist eine Ursache für Infektionen, weil dann das Linsenmaterial porös werden kann.

Reinigung und Pflege

Zu den gängigen Pflege- und Reinigungsmittel gehören All-in-One- oder Peroxid-Lösungen. Beim Kauf von Linsen + Pflegemittel ist es entscheidend darauf zu achten, dass beide miteinander korrespondieren.

Je besser das Lösungsmittel die Wochenlinsen von Ablagerungen respektive von Fettfilmen befreit, umso besser. Das Behältnis zum nächtlichen Aufbewahren der Linsen sollte auf jeden Fall mit einem Schraubdeckel verschliessbar sein. Empfehlenswert ist das Reinigen des Linsenbehältnisses nach jedem einzelnen Reinigungsvorgang – nur so lassen sich Ablagerungen und Rückstände von Bakterien rückstandslos verhindern.

Umweltfreundliche Entsorgung

Gegenüber den Tageslinsen sind Wochenlinsen aufgrund ihres Wechselrhythmus deutlich umweltfreundlicher – Verhältnis 1:14.

Die Entsorgungsart richtet sich nach dem Verpackungshinweis. Ein Grüner Punkt dient als Hinweis, dass ein Entsorgen im Plastikmüll zulässig ist. Fehlt dieser oder ein anderer Hinweis, dann sind Wochenlinsen automatisch Restmüll.

Alle anderen dazugehörigen Materialien sind wahlweise Aluminium-, Papier- und Plastikmüll – Blisterpackung, Lösungsbehältnis, Linsenbehälter sowie die abziehbare Folie Blister als Sichtverpackung.

Zusammenfassung

  • Wochenlinsen sind als weiche Kontaktlinsen mit ihrem hohen Feuchtigkeitsgrad für empfindliche Augen bestens geeignet
  • Der Kosten-Nutzen-Effekt in Verbindung mit Tragekomfort und Pflegeleichtigkeit ist absolut positiv
  • Die Tragedauer von 14 Tagen ist in Bezug auf Hygiene und Gesundheit überaus risikolos
  • Marke und Modell von Wochenlinsen und Pflegemittel müssen kompatibel sein – eins muss zum anderen passen

Für den erstmaligen Kauf von Wochenlinsen gilt – fragen Sie den Augenarzt oder Optiker Ihres Vertrauens. Denn aus medizinischer Sicht ist die richtige Produktauswahl gar nicht so einfach! Unsere Augenärzte in Opfikon können Ihnen bei der Auswahl gerne helfen. Mit einem guten Produkt werden sehr lange zufrieden sein.

Quellen

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