Trockene Augen: Symptome, Ursachen und Behandlungen

Trockene Augen vom Computer

Dieser Fachbeitrag konzentriert sich auf die nächsten Punkte:

  • Was sind trockene Augen?
  • Aufbau des Tränenfilmes
  • Symptome der trockenen Augen
  • Ursachen, Auslöser und Risikofaktoren
  • Diagnostik, Untersuchungen
  • Lidrandentzündung (Blepharitis)
  • Behandlungen: was tun gegen die Augentrockenheit?

Volkskrankheit trockene Augen: die wichtigsten Fakten komprimiert in aller Kürze

Man könnte sie als ein Phänomen der modernen, technologischen Gesellschaft bezeichnen, wären da nicht viele andere Faktoren, die bei der Entstehung trockener Augen eine Rolle spielen. 

Fest steht jedoch, dass die Arbeit am Bildschirm neben Heizungsluft, Zigarettenrauch und anderen ungünstigen und potentiell schädlichen Umwelteinflüssen die Entstehung der hier zur Diskussion stehenden Augenbeschwerden begünstigt.

In den folgenden Abschnitten erfahren Sie mehr zu den Hintergründen dieser verbreiteten Augenkrankheit, die in der medizinischen Fachsprache auch unter der Bezeichnung Keratoconjunctivitis sicca und Sicca-Syndrombekannt ist.

Keratoconjunctivits sicca als häufigste Augenerkrankung: ein Einstieg

Schätzungen zufolge sind zwischen 15 und 30 Prozent der Bevölkerung von dem Phänomen der trockenen Augen betroffen. Damit hält sich das Sicca-Syndrom konstant an der Spitze der verbreitetsten Augenbeschwerden. 

Sowohl die Betroffenen selbst als auch die behandelnden Augenärzte stehen dabei vor der grossen Herausforderung, dass es sich bei den trockenen Augen um eine sehr komplexe Erkrankung handelt, die oftmals durch ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren ausgelöst wird.

Doch wie genau kommt es eigentlich zu diesem Phänomen? Auf den Punkt gebracht lassen sich zwei Entstehungsvarianten für die Benetzungsstörung nennen:

Entweder ist nicht ausreichend Tränenflüssigkeit vorhanden oder es bestehen Mängel in ihrer Zusammensetzung.

Neben Umweltfaktoren können auch verschiedene Augenkrankheiten sowie gesundheitliche Allgemeinbeschwerden zu trockenen Augen führen. 

Gemeinsam ist den verschiedenen Varianten, dass sie gleichermassen eine Störung des Tränenfilms und der Augenoberfläche verursachen.

Neben einschlägigen Symptomen wie Fremdkörpergefühl, Brennen und Rötungen im Auge führt dies auch zu gravierenden Einbussen in der Schutzfunktion, die der Tränenflüssigkeit zukommt.

Denn ist die Augenoberfläche nicht mehr ausreichend geschützt, so kann dies schnell in einer Art Kettenreaktion resultieren: 

Das Auge wird zunehmend anfälliger für äussere Einflüsse und Fremdkörper, die die Symptomatik noch intensivieren und im schlimmsten Fall zu Infektionen und weiteren Beschwerden mit ernsten und zum Teil bleibenden Spätfolgen führen können.

Trockene Augen Volkskrankheit

Trockene Augen, Tränenflüssigkeit & Tränenfilm: Definition der wichtigsten Begriffe

Trockene Augen

Auf das Phänomen der trockenen Augen wurde bereits eingegangen. In einem Satz ausgedrückt handelt es sich hier um eine nicht-infektiöse Augenkrankheit

Hauptmerkmal ist eine unzureichende oder gänzlich ausbleibende Benetzung der Horn- und Bindehaut mit Tränenflüssigkeit. Die Auswirkungen dieser Störung variieren von Patient zu Patient und reichen von einem unangenehmen Fremdkörpergefühl über Rötungen bis hin zu einer undeutlichen, verschwommen Sicht.

Tränenflüssigkeit als für die Augengesundheit unverzichtbarer Bestandteil

Bei gesunden Menschen sorgt die Tränenflüssigkeit für eine ausreichende Benetzung von Hornhaut und Bindehaut. Dabei sind verschiedene Drüsen, die unter anderem an den Lidrändern, unter dem Oberlid und in der Horn- und Bindehaut angeordnet sind, für die Komposition der Tränenflüssigkeit verantwortlich.

Die gleichmässige Verteilung der Flüssigkeit auf der Augenoberfläche durch den Lidschlag sorgt für die Bildung eines lückenlosen Tränenfilms. 

Der Abtransport der Tränenflüssigkeit wird ebenfalls durch den Lidschlag in Gang gesetzt und erfolgt über die ableitenden Tränenwege, allen voran die an der oberen und unteren inneren Lidkante liegenden Tränenpünktchen.

Aufbau des Tränenfilms

Der auf der Augenoberfläche liegende Tränenfilm besteht aus drei Schichten:

  • der Lipidschicht: Diese fetthaltige Schicht, die den oberen Teil des Tränenfilmes bildet, entsteht aus dem Sekret der Meibomdrüsen des Auges. Der Lipidschicht kommt unter anderem die wichtige Aufgabe zu, ein vorzeitiges Verdunsten der wässrigen Schicht zu verhindern und damit einer der potentiellen Ursachen für trockene Augen entgegenzuwirken.
  • der wässrigen Schicht: Diese liegt zwischen Lipid- und Muzinschicht und wird von der Nickhautdrüse und der Tränendrüse gebildet. 98 Prozent der wässrigen Schicht bestehen aus Wasser.
  • der Muzinschicht: Diese Schleimschicht grenzt direkt an die Cornea.

Die Aufgaben des Tränenfilms sind nicht zu unterschätzen. Seine grosse Bedeutung für die Augengesundheit wird Betroffenen erst deutlich, wenn es zu Störungen bzw. Beschwerden kommt.

Zusammengefasst übernimmt der Tränenfilm die folgenden Funktionen:

  • Reinigung und Befeuchtung der Augenoberfläche
  • Schutz vor Fremdkörpern
  • Schutz vor Augeninfektionen
  • Optimierung der Gleitbewegung der Augenlider
  • Lieferung von Nährstoffen für die Hornhaut

Störungen des Tränenfilms führen zu einer unzureichenden Benetzung der Augen und damit zu gravierenden Einbussen in Sachen Rundum-Schutz. 

Über kurz oder lang kommt es zu der Entstehung des hier vorgestellten Syndroms trockener Augen inklusive sämtlicher unangenehmer Begleiterscheinungen.

Symptome: Wie genau machen sich trockene Augen bemerkbar?

Die Anzeichen, die auf die hier im Fokus stehenden Beschwerden hinweisen, lassen sich rasch auflisten.

  • Trockene Augen sind in der Regel gerötet. Dieses Symptom tritt verstärkt auf, wenn die Betroffenen Wind oder Rauch ausgesetzt sind.
  • Bezeichnend sind ausserdem ein starkes Brennen und Jucken. Letzteres verleitet die Betroffenen oftmals dazu, dem Impuls, ihre Augen zu reiben, nachzugeben. Auch diese Reaktion führt zu einer Intensivierung der Augenreizung.
  • Trockene Augen sind sehr licht- und blendeempfindlich. Sorgen die Patienten nicht für einen entsprechenden Schutz, – hier bietet sich unter anderem das Tragen einer Sonnenbrille an -, so kann dies zusätzliche Beschwerden wie Schmerzen, Rötungen und Sehstörungen verursachen.
  • Ein weiteres charakteristisches Symptom für das Sicca-Syndrom ist das beständige Gefühl, ein Sandkorn bzw. einen anderen Fremdkörper im Auge zu haben.
  • Bei Kontaktlinsenträgerinnen und Kontaktlinsenträgern äussert sich die Symptomatik in verstärkter Form: Das Tragen der Linsen intensiviert das Fremdkörpergefühl und verursacht Schmerzen. Auch hier besteht eine erhöhte Infektionsgefahr. Darüber hinaus kann das Reiben der Linsen an den unter einer Benetzungsstörung leidenden und daher extrem trockenen Augen zu Verletzungen führen.
  • Das Symptom der ‚tränenden Augen‘ (Epiphora) mag angesichts der zugrunde liegenden Beschwerden einer zu grossen Trockenheit der Augen paradox erscheinen. Jedoch handelt es sich bei dem übermässigen Tränenfluss um eine natürliche Reaktion irritierter Augen.
  • Nächtliche Autofahrten werden aufgrund einer erhöhten Augenreizung und damit verbundenen Sehstörungen als besonders anstrengend empfunden und sollten aufgrund des erhöhten Sicherheitsrisikos vermieden werden.
  • Eine rasche Ermüdung der Augen, die unter anderem mit einer zunehmend verschwommenen Sicht einhergeht, ist ein weiteres markantes Merkmal trockener Augen.

Hinweis: Kommt Ihnen diese Symptomatik vertraut vor und leiden Sie beispielsweise unter roten, irritierten, müden und/oder schmerzenden Augen, so sollten Sie sich umgehend an Ihren Augenarzt wenden. 

Dieser wird im Rahmen einer umfassenden Diagnose die Ursachen bestimmen und Ihnen die geeigneten Arzneimittel verschreiben, die sowohl die Auslöser als auch die Krankheitszeichen bekämpfen. 

Eine unmittelbare Linderung lässt sich beispielsweise mithilfe von Tränenersatzpräparaten erreichen. Weitere Informationen zur optimalen Behandlung trockener Augen erhalten Sie ebenso wie einschlägige Tipps und Verhaltensregeln an späterer Stelle.

Unser Augenarzt in Zürich Opfikon ist auf diese Augenerkrankung spezialisiert. Er untersucht und betreut Sie gerne und hilft Ihnen die passende Therapie finden.

Chronisch trockene Augen

Ursachen, Auslöser und Risikofaktoren im Diskurs

Auf die Komplexität trockener Augen wurde bereits hingewiesen. In der medizinischen Fachwelt differenziert man jedoch zwischen drei primären Ursachen, denen ein breites Spektrum an unterschiedlichen Auslösern zugeordnet wird.

  • Es wird zu wenig Tränenflüssigkeit produziert.
  • Die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit ist verändert. Dies führt dazu, dass der Tränenfilm nur unzureichend oder gar nicht seiner eigentlichen Aufgabe nachkommen kann, die primär in einer fortwährenden Benetzung und einem daraus entstehenden optimalen Schutz des Auges besteht.
  • Die Benetzungsstörungen werden durch eine erhöhte Tränenverdunstung erzeugt.

Das Ergebnis dieser drei potentiellen Ursachen ist immer gleich: Der Tränenfilm reisst auf und die sensible Augenoberfläche ist nunmehr ungeschützt der einströmenden Umgebungsluft ausgesetzt. 

Der daraus folgende Prozess des Austrocknens von Horn- und Bindehaut wiederum löst die beschriebenen Symptome aus.

Doch widmen wir uns einmal etwas eingehender den unterschiedlichen Formen von Benetzungsstörungen.

Genauer: Wie kommt es eigentlich zu einer verminderten Produktion von Tränenflüssigkeit, einem Anstieg der Tränenverdunstung und einem Ungleichgewicht in der Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit?

Verminderte Tränenproduktion

Der natürliche Alterungsprozess und andere Faktoren

Unterschiede in der Tränenproduktion lassen sich bereits bei Gesunden feststellen. Wer einen langen Arbeitstag hinter sich hat, bei dem stellt sich am Abend mit der Müdigkeit nicht selten das legendäre Sandkorngefühl ein, das die Betroffenen dazu bewegt, ihre Augen zu reiben und Ruhe und Entspannung zu suchen.

Neben diesen ganz normalen täglichen Schwankungen in der Tränenproduktion reduziert sich die erzeugte Tränenmenge ausserdem mit zunehmendem Alter. 

Aufgrund der mit den Wechseljahren einhergehenden hormonellen Umstellung und der damit zusammenhängenden Beeinflussung der Sekretbildung sind Frauen von diesem Phänomen stärker betroffen als Männer.

Verschiedene Krankheitsbilder

In vielen Fällen lassen sich Benetzungsstörungen auf eine Grunderkrankungzurückführen.

Schilddrüsenleiden, Diabetes, entzündliche Gelenkerkrankungen und chronischer Rheumatismus sind nur einige Beispiele.

Ergänzt werden diese um Hauterkrankungen wie die Psoriasis (Schuppenflechte), wenn dabei Lidrand und Augenoberfläche beteiligt sind.

Weitere Krankheitsbilder, bei denen Benetzungsstörungen als begleitendes Symptom auftreten können, sind Lupus erythematodes, Sklerodermie sowie das Sjörgen-Syndrom.

In Bezug auf die Anzahl Betroffener haben Allergien wie Heuschnupfen einen rasanten Anstieg zu verzeichnen. Darüber hinaus können sie unter anderem trockene,tränende und entzündete Augen verursachen.

Arzneimittel

Zu den Medikamenten, die das Syndrom trockener Augen hervorrufen können, zählen unter anderem Dekongestiva, Antidepressiva, Schlafmittel, Hormonersatztherapie sowie Medikamente zur Geburtenkontrolle wie die Antibabypille.

Darüber hinaus können Arzneimittel, die bei Bluthochdruck (z. B.: Beta-Blocker), Akne und Parkinson eingesetzt werden, zu einer reduzierten Tränenproduktion führen.

Laser-Augenchirurgie

Wurden operative Eingriffe am Auge unter Zuhilfenahme von Laserverfahren durchgeführt, so kann es ebenfalls zu Benetzungsstörungen kommen, die jedoch nur von kurzer Dauer sind. Nach einer LASIK oder PRK Operation sind trockene Augen ganz normal.

Augenlaser Operation

Beeinträchtigung der Tränendrüsen

Sind die Tränendrüsen in Mitleidenschaft gezogen, so resultiert dies automatisch in einer verminderten Tränenproduktion. Die häufigsten Ursachen sind Entzündungen oder Strahlung. 

Zu Letzterer kann es beispielsweise kommen, wenn am Arbeitsplatz nicht ausreichende Vorsorgemassnahmen wie das Tragen von speziellen Schutzbrillen getroffen werden.

Eine erhöhte Tränenverdunstung

Als besonders häufige Auslöser gelten:

  • Verminderter Lidschlag durch erhöhte Konzentration bei Aktivitäten wie Autofahren, Lesen sowie der Arbeit am Computer.
  • Trockene Luft sowohl im Freien als auch in Innenräumen. Heizungsluft und Klimaanlage sind zwei Faktoren, die die die Augen in erhöhtem Masse belasten und rasch zu den oben beschriebenen Trockenheitsgefühlen führen.
  • Wind bzw. Zug, sei es nun an der frischen Luft oder in Form von Luftzügen, die bei geöffnetem Fenster ins Haus oder ins Auto gelangen. Menschen, die bereits unter trockenen Augen leiden und zusätzlich beispielsweise Durchzug ausgesetzt sind, neigen ausserdem rascher dazu, Rötungen und andere Reizerscheinungen zu entwickeln als Gesunde.
  • Jede Form von Rauch: Im Alltag werden Betroffene sicherlich in erster Linie mit Zigarettenrauch zu kämpfen haben. Dieser kann bei empfindlichen Augen neben Rötungen auch ein unangenehmes Brennen bis hin zu Schmerzen auslösen. Ein Abend am Lagerfeuer oder alternativ am warmen Kamin kann vor allem in Verbindung mit aufkommendem Wind einen ähnlichen Effekt haben.

Beschwerden der Augenlider: Hier sind an erster Stelle Fehlstellungen wie die Auswärts- (Ektropium) und die Einwärtsdrehung (Entropium) der Lider zu nennen. Verursacht werden diese vor allem durch ein Nachlassen der Spannkraft der Haut, das für den natürlichen Prozess des Alterns bezeichnend ist.

Veränderte Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit

Der Tränenfilm besteht aus drei grundlegenden Schichten: Wasser, Öl und Schleim (Mucus). Beschwerden mit nur einer dieser Schichten können bereits das Phänomen der trockenen Augen verursachen. 

Ein Beispiel ist eine Verstopfung der Ölschicht, die durch kleine, am Rande der Augenlider befindliche Drüsen, die Meibomdrüsen, erzeugt wurde. Zur besonderen Risikogruppe zählen Menschen, die unter einer Lidrandentzündung oder einer Hautkrankheit leiden.

Risikofaktoren und Risikogruppen

Allein das Wissen um die Möglichkeit, dass Sie selbst vielleicht in Zukunft zu der Gruppe Menschen zählen, die mit trockenen Augen zu kämpfen haben, kann dazu motivieren, die erforderlichen präventiven Massnahmen zu ergreifen. 

Diese reichen von einer Verbesserung Ihrer Ernährungsweise über regelmässigen Sport bis hin zu dem Verzicht auf ungesunde Lebensgewohnheiten wie Rauchen, unregelmässige Schlafphasen etc.. Darüber hinaus sollten Sie, nur um auf Nummer sicher zu gehen, immer und überall mit Tränenersatzmitteln ausgerüstet sein.

Schliesslich besteht hier das vorrangige Ziel darin, das Schlimmste zu vermeiden. Und selbst wenn Sie letztendlich doch unter Benetzungsstörungen leiden, so werden diese nicht so ausgeprägt sein wie im Falle einer mangelnden Vorsorge.

Zählen Sie zu den im Folgenden genannten Risikogruppen, so sollten Sie unbedingt auf eine gesunde Lebensweise und die bewusste Wahl einer für die Augen möglichst reizfreien Umgebung achten.

  • Sie sind eine Frau. Dann sind Sie in Bezug auf die trockenen Augen allein aufgrund der bereits angesprochenen hormonellen Veränderungen einem grösseren Risiko ausgesetzt als Männer. Entsprechend sind Frauen während der Schwangerschaft und in den Wechseljahren besonders gefährdet. Vergleichbares gilt für Frauen, die die Antibabypille einnehmen.
  • Sie haben das 50. Lebensjahr überschritten. Auch auf diesen Aspekt wurde bereits hingewiesen. Da die Tränenproduktion mit fortschreitendem Alter abnimmt, kommen trockene Augen bei den über Fünfzigjährigen weitaus häufiger vor als bei jüngeren Menschen.
  • Sie tragen Kontaktlinsen. Um die Gefahr von zukünftigen Benetzungsstörungen zu vermeiden, sollten Sie regelmässig zwischen verschiedenen Formen der Sehhilfe wechseln. Sind Ihre Augen bereits trocken und gereizt, so helfen Präparate der künstlichen Benetzung. Weichen Sie in diesem Fall unbedingt auf eine Brille aus.
  • Ihr Speiseplan enthält zu wenig Vitamin A und Omega-3-Fettsäuren. Dann ist es allerhöchste Zeit, für den erforderlichen Ausgleich zu sorgen. Warum?

Beginnen wir mit Vitamin A, das nicht von ungefähr als Augenvitamin bezeichnet wird. Schliesslich vermag es Netzhaut und Linse vor freien Radikalen zu schützen. Eine Unterversorgung kann zu entsprechenden Mangelerscheinungen und langfristig zu bleibenden Schäden führen.

Dies trifft auch auf die für die Augengesundheit essentiellen Omega-3-Fettsäuren zu. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil von Netzhaut und Sehzellen und sollten zum Erhalt der Sehkraft regelmässig über die Nahrung aufgenommen werden.

Zu den Nahrungsmitteln, die viel Vitamin A enthalten zählen Möhren, Brokkoli und Leber. Omega-3-Fettsäuren sind in hoher Konzentration in hochwertigen, kaltgepressten, naturbelassenen pflanzlichen Ölen sowie in Fisch und Walnüssen zu finden.

Druckgefühl in den Augen

Potentielle Komplikationen

Gerade in puncto Gesundheit erweist es sich immer wieder von Vorteil, sich mental auf das Schlimmste vorzubereiten. Das Wissen um mögliche Komplikationen kann in diesem Kontext besonders hilfreich sein, wenn es darum geht, sich Gedanken um eine mögliche Prävention zu machen.

In diesem Kontext besteht die beste Vorsorgemassnahme in der umgehenden Konsultation eines Augenarztes, wann immer es zu Beschwerden kommt oder Fragen und Unsicherheiten auftreten. 

Dieser wird Ihre Augen einschlägigen Tests unterziehen und Ihnen neben einer im Bedarfsfall gezielten Behandlung auch Ratschläge und Tipps an die Hand geben, wie Sie Ihre Augen in Zukunft besser schützen können.

Abgesehen davon erhalten Sie in diesem Beitrag wichtige Orientierungshilfen. Beherzigen Sie diese und vermeiden Sie beispielsweise Situationen, die erfahrungsgemäss eine Irritation Ihrer Augen hervorrufen, so leisten Sie bereits einen wesentlichen Betrag zu dem Erhalt Ihrer Augengesundheit.

Doch nun zu den möglichen Komplikationen, die in Verbindung mit trockenen Augen auftreten, jedoch im Idealfall durch eine frühzeitige Abklärung durch den Arzt, regelmässige Kontrollbesuche und eine insgesamt auch für die Augen gesunde Lebensweise verhindert werden können:

  • Ohne Behandlung können trockene Augen Bindehautirritationen, Hornhautentzündungen, Entzündungen, Hornhautgeschwüre und bleibende Schäden an der Augenoberfläche nach sich ziehen, die letztendlich in einer verminderten Sehleistung resultieren.
  • Schützt der Tränenfilm die Augenoberfläche nicht mehr vor destruktiven Einflüssen, so steigt die Anfälligkeit für Augeninfektionen.

Eine grundsätzliche Minderung der Lebensqualität.

Das breite Spektrum diagnostischer Massnahmen

Angesichts der Fülle an möglichen Ursachen und der Vielschichtigkeit der Beschwerden bedarf es einer adäquaten Auswahl an Untersuchungen und Tests, die Aufschluss über die genauen Ursachen und die daraus automatisch resultierenden Formen der Behandlung liefern.

Die Anamnese

Den Anfang macht die sogenannte Anamnese, die Vorgeschichte Ihrer Beschwerden. Sie kommt einer Bestandsaufnahme der Art und des Ausmasses Ihrer Beschwerden gleich. 

In der Regel wird Ihnen der Arzt gezielt Fragen zu den einzelnen Symptomen stellen. Dabei ist auch relevant, wann und wo sie auftreten. Von Interesse ist ausserdem, ob Sie Kontaktlinsen tragen, Medikamente einnehmen und viel am Computer arbeiten. 

Aus diesen Eckdaten kann der Arzt sich im Idealfall bereits ein Bild von den möglichen Ursachen Ihrer Krankheitszeichen machen.

Eine erste Begutachtung durch den Augenarzt

Zumeist sind die Symptome so eindeutig, dass ein Blick des Augenarztes genügt, um die Diagnose „Trockene Augen“ zu stellen. Um absolute Gewissheit zu haben, ist es Standard, weitere Tests durchzuführen. 

Bei den Untersuchungen geht es unter anderem darum, eine Bestandsaufnahme der Tränendrüsen, der Lidstellung, der Hornhautoberfläche und des Tränenfilmes zu liefern.

Zum Einsatz kommt dabei unter anderem die Spaltlampe, mit der der Augenarzt den Augenhintergrund eingehender betrachten kann. Die wichtigsten Tests, die durchgeführt werden, um trockene Augen zu diagnostizieren, sollen im Folgenden etwas ausführlicher angesprochen werden.

Break-up-Time-Test (BUT)

Dieser Test dient der Bestimmung der Benetzungszeit (Aufrisszeit des Tränenfilms). Verwendung findet dabei ein fluoreszierenden Farbstoff (Fluorescein), mit dem die Tränenflüssigkeit gefärbt wird. 

Im Anschluss misst der Augenarzt mithilfe der Spaltlampe die Zeit, die zwischen dem letzten Lidschlag und dem Aufreissen des Tränenfilms liegt. Als Richtwert gilt eine Benetzungszeit von 20 bis 30 Sekunden. 

Liegt die Aufreisszeit unter 15 Sekunden, so spricht man von einem instabilen Tränenfilm. Komplikationen sind bei einer Benetzungszeit von weniger als 10 Sekunden, Hornhautschäden bei weniger als 6 Sekunden wahrscheinlich.

Die NIKBUT-Messung

Mit dieser Messvariante kann die Stabilität des Tränenfilms zwischen den Lidschlägen eingeschätzt werden. Die Kurzform „NIKBUT“ steht für „Non-Invasive Break-Up Time“, was übersetzt in etwa „nicht-invasive Aufreisszeit des Tränenfilms“ bedeutet.

Im Gegensatz zu dem vorab beschriebenen BUT-Test erfolgt diese Messung ohne jegliche Reize wie Fluoreszein als Färbemittel für den Tränenfilm. Die grafische Darstellung hebt die Austrocknungsstellen des Tränenfilms hervor. 

Ein weiterer Pluspunkt dieser Variante besteht darin, dass die gesamte Messung digital verfilmt wird und somit im Rahmen späterer Verlaufskontrollen erneut eingesetzt werden kann.

In Bezug auf das Trockene Auge ist es besonders wichtig, dass sich mithilfe der NIKBUT-Messung „inkomplette Lidschläge“, das heisst Lidschläge, die nicht vollständig ausgeführt wurden, feststellen lassen. 

Mit Blick auf die Diagnosestellung handelt es sich hier um einen grossen Schritt in die richtige Richtung, da inkomplette Lidschläge zu der Kategorie der begünstigenden Faktoren für die Entstehung von trockenen Augen gerechnet werden.

Der Schirmer-Test

Das vorrangige Ziel des Schirmer-Tests besteht in einer objektiven Messung der Tränenproduktionsmenge des Auges. Dazu wird ein Filterpapierstreifen mit einer Breite von 5 mm und einer Länge von 35 mm im äusseren Lidwinkel positioniert. 

Nach Ablauf von 5 Minuten misst der Augenarzt den befeuchteten Teil des Papierstreifens. Dieser ist mit der vom Auge abgesonderten Tränenflüssigkeit gleichzusetzen und gibt somit Auskunft darüber, ob ein diesbezüglicher Mangel besteht oder ob ausreichend Benetzungsflüssigkeit für das gesamte Auge vorhanden ist.

Tränenmeniskus

Bei dem Tränenmeniskus, auch „Tränensee“ genannt, handelt es sich um die Höhe des auf der unteren Lidkante befindlichen Tränenfilms. Als normale Höhe werden 0, 2 mm angegeben.

Modernste digitale Messtechniken versprechen hier eine sowohl unkomplizierte als auch genaue Bestimmung der Menge produzierter Tränen. 

Mit den Messergebnissen lässt sich ausserdem eine Aussage darüber treffen, wie viel Tränenflüssigkeit beim nächsten Lidschlag für die Benetzung des Auges vorhanden ist.

Veränderungen der Bindehaut (Konjunktiva)

Im Zentrum stehen hier vor allem die an der unteren Lidkante befindlichen „Lidkantenparallelen konjunktivalen Falten“, kurz LIPCOF genannt. Diese entstehen aufgrund einer übermässigen Reibung zwischen Bindehaut und Augenlidern. 

Eine genaue Einordnung erfolgt gemäss der jeweiligen Ausprägung. Ist diese besonders stark vertreten, so handelt es sich um eine besonders schwere Form des trockenen Auges. 

Aktuellen Studien zufolge erweist sich der sogenannte LIPCOF-Wert als zuverlässig, wenn es um eine genauere Bestimmung der hier diskutierten Beschwerden geht.

Fluoreszein als Mittel zur genaueren Betrachtung von Bindehaut und Hornhaut

Wie beim BUT-Test kommt auch hier das Färbemittel Fluoreszein zum Einsatz. Ziel ist es, die Hornhaut auf eventuelle Unebenheiten oder Schäden hin zu untersuchen, zumal diese sich ebenfalls nachteilig auf den Tränenfilm auswirken können. 

Zu diesem Zweck wird die Bulbusoberfläche mit Fluoreszein eingefärbt. Im Anschluss findet erneut die Spaltlampe Verwendung. Mit dieser lassen sich Epitheldefekte, die durch die Einfärbung nunmehr klar hervortreten, leicht erkennen. 

Je nach Intensität und Verteilungsmuster der festgestellten Schäden erfolgt die Zuordnung eines passenden Schweregrades für trockene Augen.

Die Aufzeichnung der Messung geschieht mittels digitaler Fotos und Filme, die zu einem späteren Zeitpunkt für vergleichende Untersuchungen eingesetzt werden können.

Tränenosmolarität

Mit dieser Messung lässt sich die sogenannte Hyperosmolarität feststellen. Gemeint ist eine über dem Durchschnitt liegende Konzentration des Tränenfilms.

Für die Messung wird etwas Tränenflüssigkeit von der Lidkante entnommen. Ein höheres Risiko für Entzündungen an der Augenoberfläche besteht bei Werten ab 308 mOsms/L.

MMP-9

Hierbei handelt es sich um einen nichtspezifischen Entzündungsmarker, der sich vor allem als Schnelltest (InflammaDry) durchgesetzt hat. Ist der MMP-9-Proteinspiegel in der Tränenflüssigkeit erhöht, so bestätigt sich der Verdacht, dass die Testpersonen unter dem Syndrom der trockenen Augen leiden.

Hinweis: Der MMP-9 wird zur Diagnosefindung in Verbindung mit anderen Untersuchungen und Tests eingesetzt.

Untersuchung der Augenlider und der Lidkante mit der Spaltlampe

Dass sowohl Lidkante als auch Augenlider essentielle Aufgaben bei der Verteilung des Tränenfilms übernehmen, wurde bereits erwähnt. 

Zur Kontrolle der optimalen Funktionsweise werden die Weite und Höhe der Augenlider, die Ausformung der Wimpern sowie die Kanten der Augen und Lider eingehend mit der Spaltlampe inspiziert. 

Weist die vordere und/oder hintere Lidkante Veränderungen sowie Anzeichen einer Irritation, allen voran einer Rötung auf, so kann es sich um eine Entzündung handeln, die eine umgehende Behandlung erforderlich macht. 

Kommt es im Lidwinkel zur Schaumbildung, so kann dies auf eine Störung der Meibomdrüsen verweisen. Diese sind für die Herstellung der Lipidschicht im Tränenfilm zuständig. Auf die sogenannte Lidrandentzündung soll im folgenden Abschnitt gesondert eingegangen werden.

Spaltlampenuntersuchung bei trockenen Augen

Exkurs: Die Blepharitis (Lidrandentzündung) als Hauptursache für das Syndrom des trockenen Auges

Bei rund 80 Prozent der Betroffenen werden trockene Augen auf eine sogenannte Blepharitis, sprich eine chronische Lidrandentzündung, zurückgeführt. 

Denn sind die Randdrüsen der Augenlider entzündet, so resultiert dies unweigerlich in einer verminderten Produktion von Tränenflüssigkeit und damit in einem Ungleichgewicht des Tränenfilms. 

Da dieser nicht mehr seiner ursprünglichen Funktion nachkommen und die Augenoberfläche vollständig umschliessen kann, reagieren die Augen gereizt.

Verklebte Lider und Wimpern, Rötungen, Brennen und Schmerzen sind verbreitete Krankheitszeichen, die auf das hier im Diskurs stehende Syndrom des trockenen Auges verweisen.

Konkret handelt es sich bei der Lidkante um die Partie, auf der die Haut inklusive der Hautdrüsen und Wimpern auf die Bindehaut trifft. Letztere fungiert als Schleimhaut, deren Aufgabe in einer konstanten Befeuchtung der Hornhautoberfläche besteht.

Eine Lederhautentzündung wird in die vordere und hintere Blepharitis unterteilt. Auf beide Varianten soll im Folgenden kurz eingegangen werden.

Die vordere (anteriore) Blepharitis

Aufgrund der für diese Form der Lidrandentzündung charakteristischen Bildung von Krusten und Schuppen rund um die Wimpern herum wird die anteriore Blepharitis auch als schuppige (squamöse) Lidrandentzündung bezeichnet.

Zu den primären Ursachen für die Entstehung einer Entzündung an der Vorderseite des Lidrandes zählen Bakterien, die sich an den Wimpernböden niederlassen. 

Zumeist kommt ein Ungleichgewicht der Hautflora erschwerend hinzu.Rein optisch äussert sich eine Infektion mit Staphylokokken durch kleinere Abszesse, Schuppen und Krusten am Wimpernboden.

In besonderem Masse von dieser Variante der Lidrandentzündung betroffen sind Menschen, die bereits unter Hauterkrankungen wie Akne, Neurodermitis oder Rosacea leiden. Um eine systemische Hautkrankheit als Ursache auszuschliessen, ist die Abklärung durch einen Dermatologen erforderlich.

Die hintere (posteriore) Blepharitis bzw. Meibomdrüsen-Dysfunktion

Ist die in Augapfelnähe liegende hintere Lidkante, die die Meibomdrüsen enthält, entzündet, so spricht man von einer posterioren Blepharitis.

Ein markantes Merkmal dieser Variante ist die Fehlfunktion der Meibomdrüsen. Aufgrund der erhöhten Talgproduktion wird diese Lidrandentzündung auch als seborrhoische Blepharitis bezeichnet. 

In der modernen Augenheilkunde setzt sich jedoch zunehmend der Name Meibomdrüsen-Dysfunktion, kurz MDD genannt, durch.

Gemäss aktueller Studien weisen rund 75 Prozent der Patienten, die unter dem Syndrom der trockenen Augen leiden auch eine Meibomdrüsen-Dysfunktion auf. 

Die 20-25 Meibomdrüsen befinden sich auf der Kante von Ober- und Unterlid. Selbst mit blossem Auge lassen sich die gelben Sekretpfropfen leicht erkennen.

Therapeutische Massnahmen (was tun?)

Die Auswahl der geeigneten Behandlung von trockenen Augen richtet sich in erster Linie nach den festgestellten Ursachen sowie dem Schweregrad der Erkrankung.

Klassifizierung nach Ausprägung und Intensität

In der Augenheilkunde wird primär zwischen drei Kategorien unterschieden: einer milden, moderaten sowie schweren Erkrankung. Ergänzt werden diese zuweilen durch eine eher selten auftretende vierte Kategorie, die ein äusserst schweres, behinderndes Stadium beschreibt.

Doch worin bestehen eigentlich die wichtigsten Unterschiede zwischen den einzelnen Kategorien?

Trockene Augen mit milder Ausprägung

  • Für diese Kategorie sind ein episodischer Verlauf und unvorteilhafte Umweltbedingungen bezeichnend.
  • Eine vergleichsweise leichte Ausprägung der beschriebenen Krankheitszeichen ergänzt das Profil dieser Kategorie.
  • In Bezug auf die sogenannten Visussymptome lässt sich hier abgesehen von zuweilen müden Augen keine Minderung in der Sehleistung feststellen.
  • Die Beschwerden klingen in der Regel von selbst wieder ab, sobald die auslösenden Umwelteinflüsse wie beispielsweise Rauch, trockene Luft etc. wegfallen.

Trockene Augen mit moderater Ausprägung

  • Trockene Augen im gemässigten Stadium können auch ohne unvorteilhafte Umwelteinflüsse auftreten.
  • In dieser Kategorie sind Visussymptome vorhanden. Dabei sind die Sehstörungen zum Teil so ausgeprägt, dass sie bei gewissen Aktivitiäten bereits als erhebliche Einschränkung empfunden werden.
  • Die Tränenaufrisszeit bewegt sich in diesem Stadium unter 10 Sekunden.
  • Im Rahmen des Schirmer-Tests liegen die Ergebnisse unter 10 mm, sprich, die Flüssigkeit hat weniger als 10 mm auf dem Papier zurückgelegt. Zusammen mit der Tränenaufrisszeit ist dies ein weiterer Indikator für das Syndrom der trockenen Augen.

Trockene Augen mit schwerer Ausprägung

  • Das dritte Stadium ist von schweren, konstant auftretenden Beschwerden gekennzeichnet.
  • Umwelteinflüsse spielen hier nur eine untergeordnete Rolle.
  • Visussymptome, die das Sehvermögen beeinträchtigen, treten häufig und regelmässig auf. In der Regel handelt es sich um eine chronische Verlaufsform, die selbst einfache alltägliche Aktivitäten zu limitieren vermag.
  • Die Färbungsintensität der Bindehaut bewegt sich zwischen mässig bis ausgeprägt.
  • Eine Hornhautanfärbung ist vor allem mittig festzustellen.
  • Der Hornhaut- und Tränenbefund umfasst die folgenden Ergebnisse: Keratopathia filiformis, Tränendebris, Schleimbildung.
  • Eine MDD ist in diesem Stadium keine Seltenheit.
  • Die Tränenaufrisszeit liegt unter 5 Sekunden.
  • Die Sekretion der Tränendrüse unter 5 mm.

Ergänzend: Trockene Augen mit äusserst schwerer und behindernder Ausprägung

Auch wenn das Syndrom der trockenen Augen in diesem Stadium nur sehr selten auftritt, sollen der Vollständigkeit halber und in Abgrenzung zu den anderen Kategorien die markantesten Merkmale genannt werden.

  • Die Visussymptome treten hier konstant und in eventuell behindernder Form auf.
  • Es kommt zu einer ausgeprägten Bindehautfärbung.
  • Keratopathia filiformis, Hornhaut-Ulkus, Schleimbildung und Tränendebris sind die Begriffe, die im Hornhaut- bzw. Tränenbefund zu finden sind.
  • In der Sparte Lider und Meibomdrüsen sind ernste Krankheitsbilder und Beschwerden wie Keratinisierung, Trichiasis und Symblephara aufgeführt.
  • Es kommt zu einem unmittelbaren Tränenfilmaufriss.
  • Die Messwerte der im Rahmen des Schirmer-Tests untersuchten Sekretion der Tränendrüse liegen unter 2 mm.
Befeuchtung der Augen

Behandlung mit Tränenersatzmitteln (künstlichen Tränen

Tränenersatzmittel, die den natürlichen Tränenfilm teilweise imitieren, gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen und Zusammensetzungen.

Generell unterscheidet man zwischen sogenannten Monopräparaten, die nur einen Inhaltsstoff aufweisen, und Kombinationspräparaten, die zwei oder drei wertvolle Wirkstoffe enthalten.

Der Wirkstoff Hyaluronsäure

Präparate mit Hyaluronsäure führen gegenwärtig die Liste der für die Therapie von trockenen Augen angewendeten Arzneimittel an.

Eine wichtige Eigenschaft von Hyaluronsäure ist die hohe Kapazität, Wasser zu speichern. Darüber hinaus zeichnet sich Hyaluronsäure durch eine sehr gute Schmierfunktion aus, die sie zu einem wertvollen natürlichen Bestandteil auf der Augenoberfläche und in den Gelenken macht.

Die lange Verweildauer ist ein weiterer Pluspunkt von Hyaluronsäure, der die notwendige Anzahl der Anwendungen auf ein Minimum reduziert. 

Konkret bedeutet dies, dass beispielsweise hyaluronsäurehaltige Augentropfen lange ihre feuchtigkeitsspendende und reizlindernde Wirkung entfalten und folglich nicht im Stundentakt, sondern in überschaubaren längeren Zeitabständen erneut verabreicht werden müssen.

Dass Hyaluronsäure zudem die Wundheilung fördert, erweist sich gerade bei bereits irritierten, entzündeten oder auf andere Weise geschädigten Augen von Vorteil.

Wirkstoff Zellulose

Zellulose ist in Tränenersatzmitteln in chemisch modifizierter Form zu finden. Im Einzelnen handelt es sich dabei um die Substanzen Hydroxypropylzellulose, Karboxymethylzellulose, Ethylmethylzellulose sowie Methylzellulose.

Polyvinylpyrrolidon

Auch diese Substanz wird für den Einsatz in Tränenersatzmitteln chemisch verändert. Die Pluspunkte sind eine Oberflächenspannung, die mit der Tränenflüssigkeit vergleichbar ist, sowie eine sehr gute Gleitfähigkeit.

Im Vergleich zu Hyaluronsäure-Augentropfen fällt die Verweildauer bei Präparaten, die Polyvinylpyrrolidon enthalten, kürzer aus.

Inhaltstoff Polyvinylalkohol

Weich, zähflüssig und sämig: Diese Eigenschaften machen die wasserlösliche Substanz zu einem ausgezeichneten Inhaltsstoff für Tränenersatzmittel.

Inhaltsstoff Carbomer

Auch dieser synthetische Stoff vermag die Zähflüssigkeit (Viskosität) von Flüssigkeiten zu erhöhen.

Das Ergebnis sind gelartige Tränenersatzmittel, die optimal für die Therapie trockener Augen geeignet sind.

Tamarindus Indica

Hierbei handelt es sich um Samen der in Ostafrika wachsenden Tamarindenbäume, die aufgrund ihrer hohen Schmierfähigkeit überzeugen.

Auf den Punkt gebracht weisen sie Eigenschaften auf, die an die im Tränenfilm vorhandene Schleimschicht (Muzin) erinnern und sie daher zu einem wichtigen Bestandteil zahlreicher Präparate machen, die der Erzeugung künstlicher Tränen dienen.

Guarbohne

Ein in der Guarbohne enthaltenes Polysacharid führt durch eine Steigerung der Viskosität der natürlichen Tränenflüssigkeit zu einer Stabilisierung des Tränenfilms, so dass einschlägige Beschwerden, die mit trockenen Augen einhergehen, reduziert werden. 

Beispiele sind Trockenheits- und Fremdkörpergefühl, Juckreiz und Augenbrennen.

Lipidhaltige Augentropfen

Liegt die Ursache der trockenen Augen in einer Dysfunktion der Meobomdrüsen, so können lipidhaltige Lösungen rasch für Linderung sorgen. Darüber hinaus erweisen sie sich als optimales Mittel für eine umfassende und anhaltende Lidrandhygiene.

Radikalfänger zum Schutz trockener Augen

Bereits irritierte und/oder trockene Augen bilden eine gute Angriffsfläche für freie Radikale. Erzeugen diese oxidativen Stress, so ist mit erheblichen Schäden am Auge zu rechnen.

Substanzen und Vitalstoffe, die freie Radikale zu neutralisieren vermögen, sind neben Iodid unter anderem die Vitamine A, B, E und C.

Werden Sie in Tränenersatzmitteln eingesetzt, so bedeutet dies einen doppelten Schutz Ihrer Augen vor freien Radikalen.

Vitamin A, das Augenvitamin

Auf die essentielle Rolle, die Vitamin A für die Augengesundheit spielt, wurde bereits eingegangen. Abgesehen von einer Verabreichung über die Nahrung entfaltet der Vitalstoff seine heilsamen Kräfte jedoch im Rahmen einer äusseren Anwendung. 

Diese empfiehlt sich unter anderem dann, wenn das Syndrom der trockenen Augen bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat, das oftmals durch eine Keratinisierung (Verhornung der Augenoberfläche) und einen Rückgang der Anzahl an in der Bindehaut befindlichen Becherzellen gekennzeichnet ist.

Letztere sind für die Produktion von für die Binde- und Hornhaut schützendem Schleim sowie die Stabilisierung des Tränenfilms zuständig.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und das Gleichgewicht der in der Tränenflüssigkeit enthaltenen Schleimschicht wieder herzustellen, hat sich die Vergabe von Vitamin A in Salbenform bewährt.

Für einen grösstmöglichen Effekt wird eine kleine Portion vor dem Zubettgehen in den Bindehautsack gegeben. Eine Alternative sind ölige Tropfen, die sich besonders leicht einträufeln lassen.

Dexpanthenol als vielseitiger Wirkstoff

Als ein wahrer Alleskönner erweist sich Dexpanthenol, das zumeist in die der Vitamin-B Gruppe zugehörige Pantothensäure umgewandelt wird.

Regenerierend, juckreizlindernd und entzündungshemmend: So lauten nur einige der Eigenschaften, die den Wirkstoff zu einem wertvollen Bestandteil diverser Hautpräparate machen. 

Darüber hinaus beschleunigt Dexpanthenol nachweislich die Wundheilung auf der Bindehaut und der Hornhaut und eignet sich hervorragend für die Behandlung von trockenen Augen.

Vor- und Nachteile von Konservierungsmitteln

Da Tränenersatzmittel in Fläschchen angeboten werden, die für eine mehrmalige Verwendung konstruiert wurden, muss eine möglichst lange Haltbarkeit und Keimfreiheit gewährleistet sein. 

Erreichen lässt sich dies nur durch den Zusatz von Konservierungsmitteln wie Cetylpyridiniumchlorid, Chlorhexidin, Cetrimid und Benzalkoniumchlorid.

Zu bedenken ist hier, dass Konservierungsstoffe langfristig nicht nur positive Wirkungen entfalten. Vielmehr können sie bei dauerhaftem Einsatz auch Entzündungen hervorrufen und zudem die Zellen an der Augenoberfläche angreifen.

Als entsprechend wichtig erweist es sich, sich neben dieser künstlichen Lösung für Ihr Augenproblem auch mit gesünderen Alternativen wie den in diesem Beitrag angesprochenen Massnahmen zur regelmässigen Entspannung und Befeuchtung der Augen zu befassen und diese in Ihren Alltag zu integrieren. 

Mit ein wenig Glück werden Sie somit in Zukunft nicht mehr auf „künstliche Tränen“ zurückgreifen müssen, da Ihre Augen gut durchblutet, entspannt und konstant auf natürliche Weise befeuchtet werden.

Tränenersatzmittel: Vorstellung verschiedener Darreichungsformen

Grundsätzlich haben Sie beim Kauf von „künstlichen Tränen“ die Wahl zwischen Mono- und Multi-Dosis-Systemen.

  • Entscheiden Sie sich für ein Ein-Dosis-System, so profitieren Sie von der Tatsache, dass dieses keinerlei Konservierungsstoffe enthält.
  • Mehr-Dosis-Systeme werden in Tropffläschchen mit entfernbarer Kappe geliefert und weisen Konservierungsstoffe auf.
  • Unter Berücksichtigung der oben aufgeführten Nebenwirkungen von Konservierungsstoffen wurden inzwischen Mehr-Dosis-Systeme entwickelt, die aufgrund des speziellen Aufbaus der Flasche nicht mehr auf Konservierungsmittel angewiesen sind, um gefährliche Keime abzuhalten.
  • Eine Alternative zu den Tropfflaschen bieten mit Lipiden versehene Sprays, die auf die geschlossenen Augen aufgesprüht werden und auf diese Weise eine optimale Verteilung des Fetts im Tränenfilm herbeiführen.

Hinweis:

Angesichts der Fülle an Präparaten empfiehlt sich die Rücksprache mit Ihrem Augenarzt, um das optimal auf Ihre persönlichen Bedürfnisse angepasste Tränenersatzmittel zu finden.

Grundsätzlich kann ein maximaler Schutz Ihrer Augen nur bei regelmässiger Anwendung gewährleistet werden. 

Fragen rund um Dosierung, Anwendung und Dauer der Verabreichung besprechen Sie jedoch idealerweise ebenfalls mit Ihrem Augenarzt, der Ihre gesamte Krankengeschichte kennt und daher das für Sie geeignete Präparat inklusive passender Darrreichungsvariante finden kann.

Die optimale Lidrandhygiene (Lidrandpflege) als behandelnde Massnahme

Reinigend, desinfizierend und wohltuend: So werden Betroffene die hier vorgestellte Lidrandpflege empfinden. 

Darüber hinaus dient sie einer Entfernung von alten Verkrustungen und überflüssigem Hautfett, einer Anregung der im Lidrand befindlichen Fettdrüsen sowie einer Optimierung der Heilungschancen im Falle bereits vorliegender Entzündungen.

Ihre gesamte lindernde und heilbringende Wirkung entfaltet diese Methode jedoch nur, wenn Sie täglich über längere Zeit hinweg angewendet wird.

Zusammengefasst setzt sich die Lidrandpflege aus mehreren Elementen zusammen. Neben einer warmen Kompresse, die bis zu 10 Minuten auf die geschlossenen Augen gelegt wird, umfasst sie auch die sanfte Massage der Lidränder sowie das behutsame Säubern des Lidrandes mit einem angefeuchteten Wattestäbchen oder mit den Fingerkuppen.

Lidrandhygiene mit Wattestäbchen

Zum Einsatz von kortisonhaltigen Augentropfen

Die Behandlung mit Kortison kann sich gerade dann als sinnvoll erweisen, wenn sich die Augen entzündet haben. Ein Beispiel ist die hier ausführlich angesprochene chronische Lidrandentzündung (Blepharitis). 

Für einen kurzen Zeitraum können kortisonhaltige Augentropfen den Entzündungsprozess aufhalten und die damit einhergehenden Symptome lindern. Auch eine Verschlimmerung bzw. Ausweitung der Entzündung kann durch die Verabreichung von Kortison verhindert werden.

Ebenso wie bei der Behandlung mit Antibiotika gilt jedoch auch für kortisonhaltige Präparate, dass eine Anwendung nur nach ausdrücklicher Verordnung durch den Arzt zu empfehlen ist. 

Darüber hinaus stellen kortisonhaltige Augentropfen keine langfristige Lösung dar, sondern eignen sich aufgrund der zum Teil starken Nebenwirkungen nur für den kurzweiligen Einsatz.

Ciclosporin als bewährter Wirkstoff im Kampf gegen trockene Augen

Aufgrund ihrer entzündungshemmenden und immunsuppressiven Wirkung werden Ciclosporin-Augentropfen (Calcineurin-Hemmer) gerne im Rahmen einer Therapie von trockenen Augen eingesetzt. 

Jedoch gilt auch hier ähnlich wie bei Kortison, dass eine Einnahme nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen darf. Ciclosporin-Augentropfen werden nur in sehr geringeren Menge vom Körper aufgenommen und verursachen neben dem Brennen in den ersten 2-3 Wochen nicht viele Nebenwirkungen.

Ciclosporin durchbricht den Austrocknung-Reizung-Entzündung Teufelskreis und kann über längere Zeit die Augenoberfläche beruhigen.

Der Ciclosporin-Augentropfen wird einmal täglich am besten vor dem Insbettgehen in die Augen eingeträufelt.

Gezielte Vermeidung potentieller Auslöser

Gemeint sind hier natürlich in erster Linie die oben aufgeführten Umwelteinflüsse. Oftmals genügt bereits eine kleine doch konsequente Änderung der Lebensgewohnheiten, um ein für die Augen entspannteres, reizärmeres und gesünderes Milieu zu schaffen. 

Neben einem Übermass an angestrengter Computerarbeit sind hier unter anderem der Konsum von Zigaretten, die Einnahme bestimmter Medikamente sowie trockene Raumluft zu vermeiden.

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Schritte, die Sie selbst unternehmen können, um die Symptomatik trockener Augen zu lindern und langfristig vielleicht sogar ein erneutes Auftreten der Beschwerden zu verhindern, finden Sie in der folgenden Auflistung.

Präventive Massnahmen auf einen Blick

Sie leiden häufiger unter trockenen Augen? Dann erkennen Sie sicherlich ein Muster, das auf die potentiellen Auslöser verweist. Gibt es bestimmte Situationen oder Orte, die bei Ihnen zu der oben dargestellten Symptomatik führen? 

Dann sollten Sie versuchen, diese in Zukunft zu vermeiden oder Schutzvorkehrungen treffen, die Ihre Augen vor potentiell schädigenden und Irritationen hervorrufenden Einflüssen bewahren.

Zur Orientierung seien hier einige Beispiele aufgeführt, die nach Belieben um Reize ergänzt werden können, die Sie selbst als unangenehm empfinden und die erfahrungsgemäss Irritationen hervorrufen.

  • Schützen Sie Ihre Augen sowohl vor natürlichem als auch künstlich erzeugtem Wind. Letzterer wird unter anderem von Ventilatoren, Klimaanlagen und Haartrocknern erzeugt.
  • Vermeiden Sie Zigarettenrauch. Sollten Sie selbst zu den Raucherinnen bzw. Rauchern zählen, so empfiehlt es sich, jetzt diesem Laster zu entsagen. Im Notfall hilft Ihnen ein Arzt oder Therapeut bei der Abgewöhnung. Rauch verstärkt Ihre Augenbeschwerden, so dass Sie dauerhaft unter den unangenehmen Symptomen trockener Augen leiden werden, wenn Sie sich das Rauchen nicht abgewöhnen.
  • Verwenden Sie Tränenersatzmittel regelmässig, selbst wenn Sie für eine Weile beschwerdefrei sind. Auf diese Weise verhindern Sie in Zukunft die Beschwerden, die mit trockenen Augen einhergehen. In besonderem Masse gilt dies, wenn Sie bereits im Vorfeld wissen, dass Sie in Kürze wieder über einen längeren Zeitraum hinweg nahezu ohne Unterbrechung an einem Projekt arbeiten werden, das Ihnen Ihre ganze Konzentration abverlangt.
  • Auch im Flugzeug laufen Sie aufgrund der Höhenunterschiede Gefahr, trockene Augen zu bekommen. Als Kontaktlinsenträger/-in sollten Sie daher für die Dauer Ihres Fluges zur Brille wechseln, regelmässig blinzeln und/oder Ihre Augen rollen, um auf diese Weise einen Tränenfilm zu erzeugen, der das gesamte Auge umspannt.
  • Ergänzend empfiehlt sich die Verwendung von Präparaten, die Ihnen ‚künstliche Tränen‘ bescheren.
  • Trockener Heizungsluft lässt sich mit einigen Tricks entgegenwirken. Um die Luftfeuchtigkeit im Raum spürbar zu verbessern und auf diese Weise Ihre Augen zu schonen, genügt es oftmals, eine Schale Wasser oder ein feuchtes Tuch auf dem Heizkörper zu platzieren. Darüber hinaus empfiehlt es sich, regelmässig zu lüften.
  • Eine gute Durchblutung ist wichtig für den ganzen Körper. Doch auch die Tränendrüsen profitieren von regelmässiger Bewegung an der frischen Luft und sanften Massagen, die von der Aussenseite der Augenbrauen zur Innenseite und zurück verlaufen. Das Ergebnis?: Die Tränenproduktion wird ohne Zuhilfenahme von künstliche Präparaten angeregt.
  • Eine optimale Feuchtigkeitszufuhr von innen und aussen bewirken Sie, wenn Sie täglich mindestens zwei Liter Wasser trinken und Ihre Augen mit erfrischenden Lebensmitteln wie Gurkenscheiben verwöhnen. Legen Sie diese für etwa 10 Minuten auf die geschlossenen Augen und entspannen Sie sich.
  • Entspannungsübungen für die Augen:

Arbeiten Sie an einem Projekt, das Ihnen lange Phasen visueller Konzentration am Computer oder bei der Lektüre von Büchern abverlangt, so empfehlen sich regelmässige Pausen, die gezielt der Entspannung Ihrer Augen dienen.

Schliessen Sie hierzu Ihre Augen für einige Minuten. Oder blinzeln Sie zur gleichmässigen Verteilung des Tränenflusses einige Sekunden lang.

Übungen wie das Rollen der Augen bei geschlossenen Lidern haben einen ähnlichen Effekt.

Achten Sie zudem darauf, Ihren Blick regelmässig in die Ferne schweifen zu lassen, da dies Ihre Augen entspannt.

Wiederholen Sie diesen Vorgang nach Möglichkeit einmal pro Stunde für mindestens 5 Minuten.

Tendenziell optimistisch: die Prognose

Bei einer gezielten Behandlung der verursachenden Faktoren fällt die Prognose gut aus. Mittel, um die unangenehmen Symptome zu lindern, wurden bereits aufgeführt. 

Wie bei allen Augenbeschwerden sollten Sie bezüglich einer eindeutigen Diagnose und optimaler Behandlungsmethoden den Rat Ihres Augenarztes einholen.

Orientieren Sie sich an dessen ausdrücklichen Verordnungen und an den in diesem Beitrag bereitgestellten Tipps, so können Sie im besten Fall sogar ein erneutes Auftreten der Beschwerden verhindern.

Ein schwerer Verlauf kommt nur sehr selten vor, wenn die Hornhaut durch die anhaltende Benetzungsstörung bleibende Schäden erlitten hat.

Kurze Zusammenfassung

Die vorangegangenen Ausführungen haben deutlich gemacht:

Beschwerden wie trockene Augen lassen sich oftmals nicht vermeiden. Gerade wenn sie durch nur schwer beeinflussbare Umweltfaktoren bedingt sind, erweist sich eine gezielte Prävention als kleine Herausforderung.

Entwickeln sich die kurzweiligen Beschwerden jedoch zu einem anhaltenden Problem und leiden Sie über einen längeren Zeitraum hinweg unter Symptomen wie Augenrötungen, Juckreiz und Fremdkörpergefühl, dann sollten Sie sich umgehend an Ihren Augenarzt wenden, da es sich sehr wahrscheinlich um das in diesem Beitrag diskutierte Sicca-Syndrom handelt.

Dieses entsteht aufgrund einer unzureichenden Befeuchtung der Augen mit Tränenflüssigkeit. Kontaktlinsenträgerinnen und Kontaktlinsenträger sind besonders gefährdet, da sich die Linsen bei der gleichmässigen Verteilung von Tränenflüssigkeit als hinderlich erweisen.

Auch auf die möglichen Auslöser trockener Augen wurde in diesem Beitrag eingegangen. Dazu zählen neben äusseren Faktoren wie Rauch, trockene Luft, konzentriertes Arbeiten am Computer etc. allen voran die chronische Lidrandentzündung, Hormonschwankungen, Krankheiten, Medikamente sowie der natürliche Alterungsprozess.

Abschliessend ist erneut darauf zu verweisen, dass Sie bei einem Auftreten der genannten Symptome nicht zu lange zögern sollten, bis Sie einen Augenarzt aufsuchen. 

Zum einen leidet Ihre Lebensqualität unter den unangenehmen Symptomen, zum anderen riskieren Sie im Falle einer verzögerten oder gänzlich ausbleibenden Therapie ernste Folgen.

Wenden Sie sich daher gerne jederzeit mit Ihren Fragen, Problemen und Unsicherheiten an Ihren kompetenten Augenarzt in Opfikon. 

In unserer modernen Praxis sind wir bestens ausgestattet, um die in Ihrem Fall erforderlichen Tests durchzuführen, Sie nach allen Regeln der Augenheilkunst zu beraten und Sie auf Ihrem Weg zu einer optimierten Augengesundheit zu begleiten.

Augenarzt Dr. Nagy Autor

Autor:
Dr. med. (H) Richard Nagy, Facharzt für Ophthalmologie, FMH, FEBO

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