Erkrankungen der Tränenorgane

Teile der Tränenorgane

Das Wichtigste auf einen Blick

Die Tränenorgane sind für eine ungetrübte Sicht und den Schutz vor gefährlichen Eindringlingen unverzichtbar. Kommt es hier zu einer Beeinträchtigung, so kann dies schwerwiegende Folgen haben. 

Die Ursachen von Störungen oder Erkrankungen der Tränenorgane sind mannigfaltig. Dies ist nicht zuletzt auf den komplexen Aufbau des Tränenapparates zurückzuführen.

Wie dieser genau beschaffen ist, welche Funktion den Tränenorganen im Einzelnen zukommt und welche Krankheiten besonders häufig vorkommen, erfahren Sie neben weiteren wichtigen Informationen rund um die Tränenorgane in diesem Beitrag.

Grundlegendes zur Aufgabe und Funktionsweise der Tränenorgane

In einem Satz zusammengefasst bestehen die Tränenorgane aus den Bestandteilen Tränendrüse, Canaliculi, Tränenpünktchen, Ductus Nasolacrimalis und Tränensack

Dabei wird grob zwischen einem Teil, der für die Tränenproduktion zuständig ist, und einem Teil, der für den Abtransport der Tränenflüssigkeit sorgt, unterschieden. 

Während die Aufgabe der Tränendrüsen darin besteht, Tränenflüssigkeit zu bilden, erfolgt die Ableitung über die Tränenwege, in der Augenheilkunde auch Viae lacrimales genannt. Dazu gehören der Tränensack, die Tränenkanälchen, die Tränenpunkte und der Tränennasengang.

Sowohl die reibungslose Erzeugung als auch die ungestörte Ableitung von Tränenflüssigkeit sind für ein optimales Sehvermögen notwendig. 

Dies erklärt sich nicht zuletzt an der besonderen Aufgabe, die in diesem Kontext der Tränenflüssigkeit zukommt. So bildet sie unter anderem die Grundlage für eine klare und beschwerdefreie Sicht, indem sie die Augenoberfläche befeuchtet, sie reinigt und ihr wichtige Nährstoffe zuführt. 

Darüber hinaus verhindert sie das Eindringen von Bakterien und anderen Erregern.

Unregelmässigkeiten oder Beeinträchtigungen bei einem dieser Prozesse führen unweigerlich zu einer Minderung des Sehvermögens und nicht selten zu Symptomen und Erkrankungen wie Trockenheitsgefühl, Rötungen, Irritationen und Entzündungen.

Die folgenden Abschnitte dienen dazu, Ihnen einige der am häufigsten auftretenden Erkrankungen bzw. Störungen der Tränenorgane vorzustellen.

Verstopfter Tränengang bei Neugeborenen (Tränenwegsstenose)

Fällt Ihnen als junge Mutter auf, dass Ihr Baby wenige Wochen nach der Geburt unter tränenden Augen leidet? Dann besteht der Verdacht auf einen verstopften Tränenkanal, der einen schnellstmöglichen Arztbesuch erfordert.

Um dieses Phänomen, von dem rund 5 Prozent der Neugeborenen betroffen sind, besser verstehen zu können, bedarf es einiger Hintergrundinformationen zu den Prozessen, die sich in den Tränenorganen abspielen. 

Auf die wichtige Rolle, die die Tränenflüssigkeit für das Auge spielt, wurde bereits hingewiesen.

Entstehung & Verlauf

Ausschlaggebend ist in diesem Zusammenhang vor allem ein ungehinderter Abfluss. Dieser erfolgt durch die an den Lidrändern befindlichen oberen und unteren Tränenpünktchen und setzt sich über die Tränenkanälchen und den Tränensack bis in den Tränennasengang fort, der in der Nase endet.

Ist der Tränenkanal verstopft, so bedeutet dies konkret, dass das Ende des Tränennasenganges durch eine Membran bzw. ein dünnes Häutchen verschlossen gehalten wird. 

Das Ergebnis ist ein Flüssigkeitsstau, der letztendlich zu dem Symptom der tränenden Augen führt. Oder genauer ausgedrückt: Da die Tränenflüssigkeit nicht über die Nase abfliessen kann, sucht sie sich über das Unterlid einen anderen Weg, der ein scheinbar reibungsloses Ablaufen verspricht.

‚Scheinbar‘ bezieht sich hier auf die Tatsache, dass dieser unnatürliche Weg des Abflusses von Tränenflüssigkeit leider nicht ohne unwillkommene Begleiterscheinungen einhergeht. 

Verbreitete Symptome sind eine Krustenbildung am Augenwinkel, verklebte Augenlider sowie Entzündungen des Auges und seiner unmittelbaren Umgebung. Letztere werden vor allem durch Bakterien ausgelöst, die sich in der abgesonderten Tränenflüssigkeit ungestört vermehren können.

Diagnose einer Tränenwegsstenose bei Neugeborenen

Die Diagnose eines verstopften Tränenkanals ist aufgrund der typischen Krankheitszeichen relativ einfach. In einem ersten Schritt wird der Augenarzt andere Erkrankungen als potentielle Verursacher der Beschwerden ausschliessen. 

Dazu zählen beispielsweise eine bakterielle bzw. virale Bindehautentzündung sowie ein angeborener grüner Star. Da diese Krankheitsbilder allein aufgrund ihrer markanten Symptomatik besonders leicht erkennbar sind, geht eine Abgrenzung vergleichsweise rasch und unkompliziert vonstatten.

Zu den bereits aufgeführten wichtigsten Kennzeichen eines verstopften Tränenkanals zählen verklebte Lider, übermässiges Tränenträufeln und Krusten. Im Gegensatz zu anderen Augenkrankheiten sind die Hornhaut und Bindehaut jedoch zumeist nicht betroffen.

Konservative versus chirurgische Behandlungsmethoden

Welche therapeutischen Massnahmen stehen dem Augenarzt bei der Behandlung eines verstopften Tränenkanals zur Verfügung?

Bei 90 Prozent der Betroffenen ist kein Eingriff erforderlich, da sich der Tränenkanal innerhalb des 1. Lebensjahres des Kindes von selbst öffnet. 

Der Mutter wird empfohlen, eine leichte Massage in der Region zwischen Tränenpünktchen und Nase durchzuführen, da diese nicht nur bakteriellen Entzündungen vorzubeugen, sondern im Idealfall sogar eine eigenständige Öffnung der Membran herbeizuführen vermag.

Im Falle einer Entzündung verabreicht der Arzt antibiotische Tropfen. Die Reinigung des betroffenen Auges erfolgt vorzugsweise mit einer Kochsalzlösung oder mit Muttermilch.

Ein operativer Eingriff wird erforderlich, wenn es vermehrt zu einer Bindehautentzündung kommt und der Tränenkanal selbst nach Ablauf von 9 bis 12 Monaten immer noch verstopft ist. 

Dabei wird das störende Häutchen mithilfe einer in den Tränenweg eingeleiteten Sonde durchstochen. Die Operation dauert maximal 5 Minuten und ist weitestgehend schmerzfrei.

Tränenwegsstenose

Entzündungen der Tränendrüsen (Dakryoadenitis)

Bei einer Tränendrüsenentzündung unterscheidet man zwischen einer akuten und einer sekundären Variante.

Während Viren und Bakterien für die akute Form verantwortlich sind, entsteht eine sekundäre Entzündung der Tränendrüsen in erster Linie in Verbindung mit anderen Krankheiten, Verletzungen und Beschwerden. 

Zu den möglichen Auslösern und Umständen zählen hier unter anderem Unfälle sowie die Entstehung eines Gerstenkornes oder einer Bindehautentzündung.

Neben typischen Symptomen wie Druckschmerzen, Rötungen und Schwellungen an dem äusseren oberen Rand der Augenhöhle ist auch die Paragraphenform des Oberlides für diese Erkrankung bezeichnend.

Um eine weitere Ausbreitung der Infektion zu verhindern, verordnet der Augenarzt neben Präparaten zur Linderung der Schmerzen und Eindämmung der Entzündung in der Regel Antibiotika.

Tumoren der Tränenorgane

Da es sich bei dieser Erkrankung um eine eher seltene Erscheinung handelt, die vorwiegend die Tränendrüsen betrifft, soll hier nur kurz auf die wichtigsten Merkmale eingegangen werden.

  • In den meisten Fällen sind Tumoren, die die Tränenorgane befallen, gutartig.
  • Zu den einschlägigen Symptomen, die auf einen Tumor verweisen können, zählen druckbedingte Sehstörungen, schmerzlose Schwellungen, Entzündungen, Bewegungsstörungen des Auges sowie eine allgemeine Minderung des Sehvermögens.
  • Sind die Tränendrüsen betroffen, so handelt es sich sehr oft um ein gutartiges Adenom.
  • Die Diagnose erfolgt mittels einer Computertomographie.
  • Um eine zukünftige bösartige Entartung wiederkehrender Tumoren zu verhindern, wird zu einer vollständigen Entfernung des Adenoms geraten.
  • Bei bösartigen Tumoren handelt es sich in der Regel um Mischtumoren, die zystische und drüsige Anteile aufweisen.
  • Eine eindeutige Diagnosefindung wird hier mittels Bildgebung und Gewebeproben erreicht.

Akute und chronische Entzündung des Tränensackes (Dakryozystitis)

Von einer Dakryozystitis spricht man bei einer Entzündung des Tränensackes, in der medizinischen Fachsprache auch Saccus lacrimalis genannt, sowie des in unmittelbarer Nähe befindlichen Gewebes. 

Diese Bezeichnung umfasst sowohl das akute als auch das chronische Stadium der Erkrankung.

Als besonders häufige Ursache für das Auftreten einer Dakryozystitis gelten ein Verschluss des Tränensackes oder aber des Tränenganges sowie eine sich anschliessende Infektion. 

Denn wird der Abfluss von Tränenflüssigkeit verzögert oder vollkommen verhindert, so haben Bakterien ein leichtes Spiel.

Auf eine Entzündung des Tränensackes folgt oftmals die Ausbreitung auf das umliegende Gewebe und eine damit verbundene Abszessbildung.

Symptomatik & Verlauf einer Dakryozystitis

Eine vor der eigentlichen Entzündung auftretende Abflussstörung äussert sich durch ein vermehrtes Tränen der Augen, auch Triefauge bzw. Epiphora genannt. 

Das Folgestadium ist von Schwellungen, Rötungen und Schmerzen im Bereich des Tränensackes gekennzeichnet. Hinzu kommt eine Eiterentleerung entweder direkt im Zentrum der Entzündung oder aber über die Tränenpünktchen.

Abgesehen von dem umliegenden Gewebe kann auch das betroffene Auge Rötungen aufweisen.

Therapie einer Tränensackentzündung

Die von dem Augenarzt eingeleiteten Schritte richten sich nach der Schwere der Entzündung. Ist diese besonders weit fortgeschritten und hat sich ein Abszess gebildet, so kann eine Öffnung des Tränensackes erforderlich werden. 

Mit dieser Massnahme soll ein Fortschreiten der Infektion, die im Ernstfall sogar zu einer Gehirnentzündung führen kann, verhindert werden.

In leichteren Fällen genügt die Behandlung mit feuchten, desinfizierenden Umschlägen und Antibiotika.

Um die eigentliche Ursache für die Entstehung einer Dakryozystitis behandeln zu können, muss der Augenarzt das Abklingen der Entzündung abwarten. 

Wird diese, wie in einem Grossteil der Fälle, durch den Verschluss der Tränenwege hervorgerufen, so folgt ein operativer Eingriff. In der Augenheilkunde spricht man hier von einer DCR-Operation.

Unterschieden wird dabei zwischen einer endonasalen Tränenwegsoperation und einer Operation von aussen.

Hinter der externen DCR-Chirurgie verbergen sich entsprechend Eingriffe, die durch die Haut erfolgen. Als endoskopisch wiederum wird die direkte Operation durch die Nasenhöhle bezeichnet.

Ziel dieser Verfahren ist eine vollständige Sanierung der Tränenwege, die letztendlich den ungehinderten Abfluss von Tränenflüssigkeit ermöglicht und somit dem Auftreten einer erneuten Infektion vorbeugt. Beide Eingriffe werden unter Vollnarkose durchgeführt.

Bei einer Operation von aussen, auch unter dem Begriff Toti-Operation bekannt, wird ein Bypass bzw. Umweg gebildet, der einen reibungslosen Abgang der Tränenflüssigkeit über die Nase garantiert. 

Geschaffen wird dieser entweder durch einen kleinen Einschnitt oder mithilfe von Laserstrahlen. Dabei wird ein Stück Knochen entfernt, der den direkten Zugang zur Nasenhöhle ermöglicht. Im Anschluss erfolgt die Öffnung des Tränensackes und die Schaffung einer direkten Verbindung zur Nase.

Damit sich die Öffnung nach der Operation nicht wieder schliesst, wird ein Silikonröhrchen eingesetzt. Dieses wird nach Ablauf von etwa drei Monaten wieder entfernt.

Bei der endoskopischen DCR erfolgt der Eingriff mithilfe eines Endoskops direkt vom Inneren der Nasenhöhle aus. Auch hier wird eine Öffnung zwischen Nasenhöhle und Tränensack geschaffen, die durch Silikon-Schläuche in Position gehalten wird.

Welche der beiden Methoden vorzuziehen ist, entscheidet Ihr Augenarzt je nach Beschaffenheit Ihrer Tränengänge sowie weiterer in diesem Kontext relevanter Faktoren.

Dakryozystitis Tränensackentzündung

Canaliculitis: erhöhtes Risiko bei Menschen ab dem 50. Lebensjahr

In der Augenheilkunde bezeichnet die Canaliculitis in der Regel die Entzündung der Tränenkanälchen. 

Entsprechend lautet die vollständige medizinische Bezeichnung dieser Erkrankung Canaliculitis lacrimales. Als besondere Risikogruppe gelten Personen, die das 50. Lebensjahr überschritten haben.

Hervorgerufen wird die Canaliculitis vor allem durch Bakterien, allen voran den sogenannten Actinomyces israelii-Bakterien. Auch Virus- und Pilzinfektionen werden als potentielle Verursacher angesehen.

Ein Hinweis auf eine Entzündung der Tränenkanälchen ist neben einer Rötung des betroffenen Auges ein wässriger, zuweilen jedoch auch bräunlicher Ausfluss. 

Besondere Aufmerksamkeit gebührt ausserdem dem Auftreten leicht geschwollener Punkte an den Stellen, an denen sich die darunter liegenden Tränenkanälchen entzünden.

Die Diagnose einer Canaliculitis lacrimales umfasst den Ausschluss anderer möglicherweise zugrundeliegender Erkrankungen. 

Bestätigen Labortests, dass es sich um eine Entzündung der Tränenkanälchen handelt, so erfolgt die gezielte Behandlung mit Antibiotika, die von aussen auf die Entzündungsherde aufgetragen werden.

Erkrankungen der Tränenpünktchen

Die kleinen, dunklen Tränenpünktchen liegen am inneren Augenwinkel und bilden die Einmündungsstelle des unteren und oberen Tränenkanälchens. 

In der medizinischen Fachsprache wird das untere Tränenpünktchen als Punctum lacrimale inferius und sein oberes Pendant als Punctum lacrimale superius bezeichnet.

Um die essentielle Rolle, die die Tränenpünktchen bei dem Abtransport von Tränenflüssigkeit spielen, nachvollziehen zu können, ist ein kurzer Rückblick mit Fokus auf diese oftmals unterschätzten Elemente des Tränenapparates erforderlich.

Im Falle eines natürlichen und ungehinderten Ablaufes sammelt sich die abgehende Tränenflüssigkeit im inneren Winkel des Augenlides. 

Im Anschluss erfolgt der Abfluss oder konkreter: Zwanzig Prozent der Tränenflüssigkeit werden über das obere und achtzig Prozent über das untere Tränenpünktchen abgesondert. 

Sowohl das untere als auch das obere Tränenpünktchen führen direkt zu dem hinter der Nasenwand befindlichen Tränensack.

Das Tränenpünktchen kann sich infolge von verschieden Ursachen verengen. Die Verengung kann ohne Auswärtsdrehung des Tränenpünktchens wegen folgenden Ursachen entstehen:

  • chronische Lidrandentzündung
  • Lidrandentzündung durch Herpesviren
  • nach Bestrahlung eines bösartigen Augenlidtumors
  • narbenbildende Bindehauterkrankung
  • systemische Chemotherapie
  • idiopatisch (unbekannte Ursache)

Die Lösung für diese Verengung ist eine Tränenpünktchenplastik. Durch diesen Eingriff können nachhaltige Ergebnisse erzielt werden.

Die Verengung des Tränenpünktchens (Stenose) kann die Folge der Auswärtsdrehung sein. In diesem Falle können mehrere Operationstechniken das Problem beheben (Ziegler-Kauterherde, mediale Bindehautplastik, Straffung des Unterlides).

Entzüdungen des Tränenpünktchen und der ableitenden Tränenwege bei Neugeborenen

Eine Entzündung der Tränenwege kann bereits bei Neugeborenen auftreten. Ein Signal ist das anhaltende Tränen beider Augen. 

Tritt mit etwas Druck auf den Tränensack Eiter aus den Tränenpünktchen, so handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Dakryozystitis. Verursacht wird diese in der Regel durch eine Entwicklungsstörung, die sich nach Ablauf einiger Wochen von selbst korrigiert.

Lassen die Beschwerden nicht nach, so verordnet der Augenarzt Augentropfen, die sowohl eine abschwellende Wirkung aufweisen als auch gegen die Entzündung vorgehen sollen. 

Bleibt auch dann die gewünschte Besserung aus, so wird in einem letzten Schritt eine Tränenwegssondierung durchgeführt.

Die Prognose ist bei rechtzeitigem Eingreifen sehr gut. Wird dieses jedoch unterlassen oder zu spät eingeleitet, so kann es zu chronischen Beschwerden kommen.

In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass ein Grossteil der Fehlfunktionen bei Säuglingen und Kleinkindern auf eine Entwicklungsstörung zurückzuführen ist. Hat sich der Tränennasengang komplett ausgebildet, so ergibt sich das jeweilige Problem zumeist von selbst.

Zusammenfassung & Ergänzung der wichtigsten Ergebnisse

Die vorausgegangenen Überlegungen haben sicherlich zur Genüge bewiesen:

Eine ununterbrochene Tränenproduktion ist für die Augenoberfläche, die Hornhaut und letztendlich auch ein ungetrübtes Sehvermögen unerlässlich.

Ist diese, sei es nun aufgrund von Reizungen oder zugrundeliegenden Erkrankungen der Tränenorgane, gestört, so folgen weitere Beeinträchtigungen und Beschwerden.

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Symptome & Formen von Erkrankungen der Tränenorgane in aller Kürze:

  • Das sogenannte Tränenträufeln, in der Medizin unter dem Begriff Epiphorabekannt, kann unter anderem auf eine Fehlstellung der Tränenpünktchen oder einen Tränenwegsverschluss hindeuten.
  • Bei Neugeborenen wird eine Tränenwegsstenose oftmals durch ein Häutchen, das den Tränensackausgang versperrt, verursacht. Entweder öffnet sich dieses innerhalb des ersten Lebensjahres von selbst oder es kann mit einem kleinen ungefährlichen Eingriff nachgeholfen werden.
  • Viruserkrankungen wie Mumps können zu einer Dakryoadenitis, sprich einer akuten Entzündung der Tränendrüse führen.
  • Werden Tumore als Auslöser für die jeweiligen Beschwerden benannt, so handelt es sich in der Regel um sogenannte Mischtumore. Dieses Krankheitsbild wird aufgrund seiner grossen Ähnlichkeit oftmals zu Unrecht mit chronischen Entzündungen der Tränendrüse verwechselt.
  • Bei Tumoren des Tränensackes handelt es sich zumeist um aus dem Nasenbereich stammende Adenokarzinome.
  • Dass, wie vorab erwähnt, die Altersgruppe ab 50 besonders gefährdet ist, erklärt sich unter anderem mit dem Phänomen des trockenen Auges, medizinisch Keratoconjunctivitis sicca, das vermehrt mit zunehmendem Alter auftritt. Tränenersatzmittel können hier rasch Abhilfe schaffen und verhindern, dass es aufgrund des mit der Trockenheit einhergehenden eingeschränkten Schutzes zu Irritationen und Entzündungen am Auge kommt.
  • Die Dakryozystitis führt die Liste der am häufigsten vorkommenden Entzündungen der ableitenden Tränenwege an.
  • Als Toti-Operation wird ein Verfahren bezeichnet, das bei einem Tränensackverschluss eingesetzt wird und dem Zweck dient, eine alternative Abflussvariante zu schaffen.
  • Eine Canaliculitis (Entzündung der Tränenkanälchen) kommt vergleichsweise selten vor.

Abschliessende Gedanken zum medizinischen Eingreifen bei Erkrankungen der Tränenorgane

Leiden Sie unter einigen der oben beschriebenen Symptomen, die für eine Beeinträchtigung der Tränenproduktion bezeichnend sind, so sollten Sie sich vertrauensvoll an unsere Augenarztpraxis in Zürich Opfikon wenden. 

Schliesslich kann eine fachkundige Untersuchung gar nicht früh genug erfolgen, wenn es um Ihr Sehvermögen geht.

Wie wir in diesem Beitrag gelernt haben, gehen Erkrankungen der Tränenorgane oftmals mit eindeutigen Warnzeichen einher. 

Macht sich bei Ihnen oder Ihrem Kind beispielsweise das sogenannte Triefauge bemerkbar oder kommt es zu Schwellungen, Rötungen oder anderen Reizungen am Auge, so ist es ratsam, potentielle ernste Ursachen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Auf diese Weise wird auch in Bezug auf die auftretenden Symptome eine Eskalation verhindert. 

Schliesslich weiss Ihr Augenarzt Rat, wenn es um die Linderung von trockenen, schmerzenden und tränenden Augen sowie die Prävention eines ungünstigen Verlaufes beispielsweise ausgelöst durch eine Infektion geht.

Menü schliessen